Schulz will sich noch nicht zu Sellering-Nachfolge äußern

Berlin (APA/Reuters) - SPD-Chef Martin Schulz hat den Ministerpräsidenten von Mecklenburg-Vorpommern, Erwin Sellering, als außergewöhnlichen...

Berlin (APA/Reuters) - SPD-Chef Martin Schulz hat den Ministerpräsidenten von Mecklenburg-Vorpommern, Erwin Sellering, als außergewöhnlichen Politiker mit einer sehr großen Nähe zu den Bürgern gewürdigt, will sich aber noch nicht zu dessen Nachfolge äußern. Als Nachfolgerin ist die bisherige deutsche Familienministerin Manuela Schwesig im Gespräch.

„Er war als Ministerpräsident fast neun Jahre lang sehr erfolgreich“, sagte der SPD-Kanzlerkandidat am Dienstag in Berlin. Er habe mit Sellering telefoniert, und er wisse, dass ihm die Entscheidung zum Rücktritt nicht leicht gefallen sei. Sellerings Erkrankung zeige, wie verletzlich die Menschen seien.

Die SPD in Mecklenburg-Vorpommern will Schwesig als Nachfolgerin Sellerings, was wenige Monate vor der Bundestagswahl eine Regierungsumbildung in Berlin erforderlich machen würde. Schulz gab sich diesbezüglich bedeckt. „Ich bitte Sie um Verständnis, dass ich aus Respekt auch vor der persönlichen Situation von Erwin zu den Nachfolgefragen zu einem späteren Zeitpunkt Äußerungen machen werde“, sagte er.