Erste Liga

WSG Wattens hat den nächsten Tiroler im Blick

In der Landesliga West ist Daniel Strickner (blau, gegen die Spieler des FC Natters) eine Offensiv-Waffe. Die Verantwortlichen der WSG Wattens erkennen bei ihm Potenzial für den Profi-Fußball.
© Michael Kristen

Was bei Sandro Neurauter funktionierte, könnte auch Daniel Strickner den Weg zum Profi ebnen.

Von Tobias Waidhofer

Wattens — 32 Spiele, 2790 Einsatzminuten, 111 abgefangene Bälle und unzählige gewonnene Zweikämpf­e — Sandro Neurauter war in der abgelaufenen Saison der Sky Go Erste Liga nicht aus der Wattener Defensive wegzudenken. Eine Entwicklung, die so kaum einer prophezeite, als die WSG Anfang 2016 die Verpflichtung des Abwehrspielers aus Imst (UPC Tirol Liga) bekannt gab:

Im Gernot-Langes-Stadion verdiente sich der 25-Jährige seine ersten Sporen bei der „Zweier", um in der folgenden Sky-Go-Erste-Liga-Spielzeit zur unumstrittenen Stammkraft zu avancieren. Der „Sanchoo", wie die Zweikampfmaschine gerufen wird, mutierte zu einer Erfolgsgeschichte — und zwar zu einer mit Tiroler Überschrift.

Ab der kommenden Saison könnte ein anderer junger Tiroler Kicker an seiner ganz eigenen Story schreiben. Die WSG hat nämlich den Milser Daniel Strickner, Jahrgang 1997, auf dem Radar. „Wir haben uns mündlich verständigt", bestätigt Wattens-Sportdirektor Stefan Köck den Namen Strickner. „Ich kenne den Jungen in- und auswendig. Wir haben schon vergangenes Jahr darüber nachgedacht und wollen den Buam zu uns holen."

Der offensive Mittelfeldspieler, der sich bei seinem Klub in der Landesliga West vor allem durch Tempo und einen starken Abschluss auszeichnet, zerriss schon in der Jugend vier Jahre bei der WSG seine Fußballschuhe und trainierte zuletzt schon einige Tage unter Coach Thommy Silberberger. Sein Auftritt hinterließ offensichtlich Eindruck. „Er hat eine ganz gute Figur gemacht", bestätigt auch Köck, der ja selbst lange in Mils spielte und den Youngster nie aus den Augen verloren hat. „Wir hoffen natürlich, dass er einen ähnlichen Weg wie Gebauer oder Neurauter einschlagen kann", erklärt Köck. Profi-Tore in Serie darf man sich von dem 20-Jährigen natürlich nicht erwarten. Klappt der Transfer, wird der Youngster vorerst in der Tiroler Liga Spielpraxis sammeln.