Innsbruck

Lange Nacht der Kirchen als Kontrast zur Shopping-Night

© Andreas Rottensteiner / TT

Am 9. Juni öffnen drei christliche Konfessionen wieder ihre Türen. In der Diözese Innsbruck feiert man dabei ein paar kleine Jubiläen.

Innsbruck –Zum 13. Mal in ganz Österreich, zum zehnten Mal in der Diözese Innsbruck – die Lange Nacht der Kirchen ist längst ein fixer Bestandteil im Kalender. Heuer bieten die Kirchen im ganzen Land am 9. Juni wieder ein buntes und vielfältiges Programm. In Innsbruck öffnen die drei christlichen Konfessionen mit ihren Kirchen und Klöstern damit an jenem Tag ihre Pforten, an dem in der Landeshauptstadt auch die vieldiskutierte Shopping-Night Besucher anlocken wird. Die Lange Nacht der Kirchen will ein Kontrast dazu sein.

Diözesanadministrator Jakob Bürgler nahm gestern anlässlich der Programmpräsentation das Motto der Einkaufsnacht, den Tanz, in seine Gedanken auf. Es möge sein, dass, solange das Geld reicht, der Einkauf die Menschen zum sinnbildlichen Tanz animiere. Auf lange Sicht würde der Tanz die Menschen aber nur dann erfreuen, wenn er spirituell erfüllt sei. Und dies könne durch den Glauben erfolgen. Bürgler weiter: „Die ,Lange Nacht der Kirchen‘ ist für mich ein besonderer Grund der Dankbarkeit. Das Erleben der Schönheit der heiligen Orte und der vielfältigen Angebote berühren unser Herz. Jeder trägt seine eigene Geschichte, seinen Glauben, Licht und Schatten seines eigenen Lebens, mit sich, und wir dürfen dem in dieser Nacht Raum geben.“ Die vielen Veranstaltungen sollen die manchmal zugedeckten oder verschütteten Dimensionen des Lebens öffnen, erklärte Bürgler.

Erstmals lädt die Diözese bei der Langen Nacht ins Bischofshaus. Mit einem Augenzwinkern soll die Veranstaltung „Nachschauen, ob der Bischof (schon) da ist“ auf die Vakanz in der Diözese hinweisen. Zentraler Anlaufpunkt wird wieder der Infopoint am Eingang zur Hofkirche sein. Hier sind am 9. Juni ab 18 Uhr auch Zählkarten für ausgewählte und von den Kapazitäten eingeschränkte Veranstaltungen erhältlich.

Der feierliche Start erfolgt mit einer ökumenischen Eröffnungsfeier in der evangelischen Auferstehungskirche. Olivier Dantine, Superintendent der Diözese Salzburg/Tirol, verwies auf das Jubiläum „500 Jahre Reformation“, das auch in Tirol begangen wird. „Wir wollen die Öffnung nach außen sehr weit fassen und das Thema Gastfreundschaft ins Zentrum rücken.“ Mit an Bord ist auch die serbisch-orthodoxe Kirche. Pfarrer Aleksandar Stolic freut sich ebenfalls, mit Veranstaltungen „wieder dabei sein zu dürfen“. Auch in vielen anderen Pfarren, egal ob in der Diözese Innsbruck oder den Tiroler Gemeinden der Erzdiözese Salzburg, gibt es ein umfangreiches Programm. Mehr unter www.langenachtderkirchen.at. (TT, mw)

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