Justiz und Kriminalität

Beamte bedroht: Geldstrafe

Innsbruck – Richter Andreas Fleckl hörte sich geduldig an, was die angeklagte Staatsverweigerin zu sagen hatte. Sie musste auch nicht auf de...

Innsbruck –Richter Andreas Fleckl hörte sich geduldig an, was die angeklagte Staatsverweigerin zu sagen hatte. Sie musste auch nicht auf der Anklagebank Platz nehmen, sondern durfte stehen bleiben. Doch als sie den Richter aufforderte, sich zu legitimieren, spielte Fleckl nicht mehr mit. Für die Angeklagte Grund genug, den Gerichtssaal zu verlassen. Kein Problem für den Richter, die Verhandlung wegen mehrfacher gefährlicher Drohung ging in Abwesenheit weiter. Vier Landecker Finanzbeamte schilderten, wie sie beim Exekutieren eines Abgaben-Rückstandes persönliche Briefe von der Schuldnerin erhielten. Darin enthalten die Ankündigung, für jeden Beamten ein Pfandrecht von je 30.000 Euro eintragen zu lassen. Und auch das Finanzamt, das in den Briefen als Firma bezeichnet wurde, sollte mit einer Million belastet werden. Das Urteil: 960 Euro Geldstrafe (die Hälfte bedingt) wegen vierfacher gefährlicher Drohung (nicht rechtskräftig). (TT)