Indiens Regierungschef Modi kümmert sich um Mord an Rikschafahrer
Neu-Delhi/Berlin (APA/AFP) - Während seines Besuchs in Deutschland hat sich der indische Regierungschef Narendra Modi um den Fall eines in s...
Neu-Delhi/Berlin (APA/AFP) - Während seines Besuchs in Deutschland hat sich der indische Regierungschef Narendra Modi um den Fall eines in seiner Heimat ermordeten Rikschafahrers gekümmert, der getreu Modis Kampagne „Sauberes Indien“ öffentliches Urinieren zu verhindern suchte - und daraufhin erschlagen wurde. Modi verurteilte die Attacke auf den 32-jährigen Rikschafahrer Ravindra Kumar.
Darüber hinaus forderte er die Behörden auf, die Schuldigen zu bestrafen, teilte das Büro des Regierungschefs am Montagabend mit. Modi stiftete für die Hinterbliebenen des Rikschafahrers 100.000 Rupien (1.386,83 Euro). Kumar lebte in einem Slum der Hauptstadt Neu-Delhi. Laut Medienberichten heiratete er im vergangenen Jahr, seine Frau ist demnach im siebenten Monat schwanger.
Kumar hatte am Samstag zwei Männer zurechtgewiesen, die in der Öffentlichkeit ihre Notdurft verrichteten. Die beiden Männer sollen ihn bedroht haben, bevor sie Verstärkung holten und den Rikschafahrer zusammenschlugen. Die Polizei wertete am Dienstag noch Videoaufnahmen aus, Festnahmen gab es zunächst nicht.
Gesundheitsprogramme und öffentliche Hygiene spielen in Modis Regierungspolitik eine zentrale Rolle. Der Regierungschef will erreichen, dass alle Inder in fünf Jahren eine private Toilette haben. In einer Zwischenbilanz aus dem vergangenen Jahr hieß es, seit 2014 seien mehr als 20 Millionen Toiletten gebaut worden.