Nach NATO-Gipfel - Bulgarien plant mehr Militärausgaben
Sofia/Washington (APA/dpa) - Bulgarien geht auf die Forderung von US-Präsident Donald Trump ein: Das NATO-Mitglied will bis 2024 seine Ausga...
Sofia/Washington (APA/dpa) - Bulgarien geht auf die Forderung von US-Präsident Donald Trump ein: Das NATO-Mitglied will bis 2024 seine Ausgaben für Verteidigung auf zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) erhöhen. Bis Ende des heurigen Jahres solle ein entsprechender „nationaler Plan“ ausgearbeitet werden, sagte Staatspräsident Rumen Radew am Dienstag nach einer Tagung seines Sicherheitsrates in Sofia.
Das ärmste EU-Land, das seit 2004 NATO-Mitglied ist, gibt seit Jahren für Verteidigung einen geringeren BIP-Anteil aus als von der NATO gewünscht. Erst 2016 stockte das Balkan-Land seinen Verteidigungsetat auf 1,3 Prozent des BIP auf - 2015 waren es noch 1,26 Prozent gewesen.
Wegen der angespannten internationalen Lage werde das bulgarische Parlament bis Jahresende das Strategiepapier für die nationale Sicherheit aus dem Jahr 2011 aktualisieren, beschlossen die Rats-Teilnehmer. Dem Gremium gehören neben Regierungschef Boiko Borissow auch die Chefs der Parlamentsparteien an. Alle waren sich nach den Worten des Ex-Generals Radew einig, dass die Modernisierung der bulgarischen Streitkräfte fortgesetzt werden solle, wobei „die Rolle der heimischen Rüstungsindustrie gestärkt“ werden müsse.
~ WEB http://www.nato.int/ ~ APA452 2017-05-30/16:11