Merkel reagiert nur indirekt auf neue Trump-Tweets
Berlin/Washington (APA/dpa) - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat nur indirekt auf die neuen via Twitter geäußerten Vorwürfe von ...
Berlin/Washington (APA/dpa) - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat nur indirekt auf die neuen via Twitter geäußerten Vorwürfe von US-Präsident Donald Trump gegen Deutschland reagiert.
Merkel verwies am Dienstag in einer Sitzung der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag nach Angaben von Teilnehmern erneut auf die NATO-Beschlusslage, nach der sich die Verteidigungsausgaben auch in Deutschland bis zum Jahr 2024 in Richtung der vereinbarten zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts zubewegen sollen. Dazu müsse natürlich der Verteidigungshaushalt erhöht werden, wie dies bei den meisten europäischen Ländern die Tendenz sei. Dies sei aber nicht erst seit Trump der Fall. Schon dessen Vorgänger Barack Obama habe auf die Notwendigkeit von Steigerungen hingewiesen.
Auf die aktuellen Tweets des US-Präsidenten ging Merkel demnach nicht direkt ein. Sie wiederholte vielmehr, die transatlantischen Beziehungen blieben von herausragender Bedeutung. Das heiße aber auch, dass bestimmte Dinge nicht unter den Tisch gekehrt werden könnten. Sie habe schon immer gesagt, dass eine eigenständige europäische Außenpolitik notwendig sei, sagte die Kanzlerin demnach. Das sei aber nicht gegen die feste Achse mit den USA gerichtet.
Trump hatte am Dienstag getwittert, die USA hätten ein massives Handelsdefizit mit Deutschland. Die Bundesrepublik zahle viel zu wenig für die NATO und das Militär. „Sehr schlecht für die USA. Das wird sich ändern.“ Washington pocht bei den Verteidigungsausgaben in der NATO auf eine massive Erhöhung auch seitens der deutschen Regierung.
~ WEB http://www.nato.int/ ~ APA488 2017-05-30/17:12