Zürcher Börse schließt mit leichtem Minus

Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag auch den zweiten Handelstag der Woche mit leichten Abgaben beendet. Der Lei...

Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag auch den zweiten Handelstag der Woche mit leichten Abgaben beendet. Der Leitindex SMI sank zeitweise klar unter 9.000 Punkte.

Ab dem Nachmittag sorgten insbesondere festere Pharma-Schwergewichte aber für etwas Auftrieb und eine Erholung über diese Marke. Die Marktteilnehmer sähen weiter kaum Impulse für eine Aufwärtsbewegung, heißt es. Die sich abzeichnenden Neuwahlen in Italien und das Tauziehen um die Griechenland-Hilfen ließen zudem wieder Sorgen um die Eurozone aufkommen.

Beachtet wurden zudem Aussagen von Notenbankern. EZB-Präsident Mario Draghi betonte einmal mehr, dass eine Fortsetzung der lockeren Geldpolitik im Euroraum notwendig sei. Das Fed-Mitglied John Williams verwies zudem darauf, dass die USA nahe der Vollbeschäftigung sei. Seine Aussagen wurden von Beobachtern als Hinweis auf eine weitere US-Zinserhöhung Mitte Juni interpretiert. Verschiedene US-Konjunkturdaten gaben währenddessen nur geringe Impulse.

Der Swiss Market Index (SMI) schloss 0,27 Prozent tiefer auf 9.007,54 Punkten. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die größten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, verlor 0,49 Prozent auf 1.418,83 Zähler und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,21 Prozent auf 10 247,37 Punkte. Von den 30 wichtigsten Titeln schlossen 25 im Minus und fünf im Plus.

Schwächster Wert waren Aryzta (-8,0 Prozent), die nach Zahlen im Handelsverlauf kontinuierlich abrutschten. Der irisch-schweizerische Backwarenkonzern ist im dritten Quartal 2016/17 organisch nicht gewachsen. Damit wurden zwar die Erwartungen übertroffen, dies aber vor allem dank eines temporären Effekts in Europa, hieß es am Markt. Aryzta bleibe mit Blick auf die Margen weiter vorsichtig und gebe noch immer keine Guidance, so ein Analyst.

Bankentitel wurden europaweit durch die politische Lage in Italien belastet. Die Großbankenwerte UBS (-1,5 Prozent) und Credit Suisse (-1,1 Prozent) zeigten sich klar schwächer und auch Julius Bär (-0,8 Prozent) mussten Abschläge hinnehmen. Im Handel wurde auf neue Sorgen um die italienischen Banken verwiesen.

Deutlichere Abgaben verzeichneten auch zyklische Titel wie Adecco, Lonza (je -0,8 Prozent), SGS oder Sika (je -0,7 Prozent). Geberit (-0,7 Prozent) entfernten sich weiter von ihrem Anfang Mai erreichten Allzeithoch.

Uneinheitlich zeigten sich die Luxusgüterwerte: Während Richemont (-0,9 Prozent) abgaben, verloren Swatch (-0,3 Prozent) deutlich geringer. Das Duty Free-Unternehmen Dufry (-0,3 Prozent) hat in den USA über eine Tochtergesellschaft eine neue Konzession für sieben Läden in einem US-Flughafen erhalten.

~ ISIN CH0009980894 ~ APA560 2017-05-30/20:14