Bezirk Imst

Steinbock auf dem Sprung

© Naturpark Kaunergrat

Das Steinbockzentrum in St. Leonhard soll im Juni 2019 eröffnen. Bereits heuer startet man in der Gemeinde mit den ersten Bauarbeiten für das 2,2 Mio. Euro teure Projekt.

Von Matthias Reichle

St. Leonhard –Ein Jahr nach Abschluss des Architektenwettbewerbs macht das geplante Steinbockzentrum in der Gemeinde St. Leonhard nun den nächsten großen Schritt hin zur Realisierung. Das Architekturbüro Köberl beginnt mit der Detailplanung, bestätigt der Geschäftsführer des Naturpark Kaunergrat Ernst Partl. Bei der letzten Sitzung des Regionalmanagement Imst bekam der Projektabschnitt mit einer Gesamtsumme von 120.000 Euro grünes Licht – er wird über das Leaderprogramm gefördert. Das Gebäude, das Steinbockgehege und die Besucherlenkung sollen bis Ende des Jahres einreichfertig sein, so Partl. Das Steinbockzentrum ist ein gemeinsames Projekt des Naturparks, der Gemeinde St. Leonhard und des TVB Pitztal. Ein Jahr lang hat man nun in Arbeitsgruppen die Anforderungen für Gebäude, Gastronomie und Freigelände behandelt und ähnliche Einrichtungen besichtigt, betont der Naturpark-Geschäftsführer.

Der Zeitplan für die Umsetzung ist straff. Bereits im Herbst soll mit dem Bau der Futterstelle für die Steinböcke begonnen werden. Im kommenden Frühjahr fahren die Bagger auf, um das Haupthaus zu errichten. „Die Eröffnung wäre im Juni 2019 geplant“, so Partl. Der teuerste Bauabschnitt – Gesamtkosten für das Steinbockzentrum sind 2,2 Mio. Euro – soll über das regionalwirtschaftliche Entwicklungsprogramm im Pitztal finanziert werden, das 2018 startet. Projektträger für das Zentrum ist die Gemeinde St. Leonhard.

Der Standort wurde nicht zufällig gewählt. Der Schrofenhof, auf dessen Areal das Zentrum errichtet wird, ist ein historischer Platz. Nicht nur, dass es sich um das älteste Gebäude des Pitztals handelt (1265 erstmals urkundlich erwähnt). In der Nähe wurden auch die ersten Steinböcke nach ihrem Aussterben in Tirol ausgewildert. Heute zählt die Steinbockkolonie 700 Tiere. Für das Thema Steinbock ist die Pitztaler Gemeinde deshalb prädestiniert.

Neben der Umweltbildung soll das Zentrum auch ein Platz der Forschung werden. Bereits im Juni findet ein Workshop statt, bei dem Partner aus Südtirol und dem Engadin teilnehmen, betont Partl. Er strebt eine starke internationale Vernetzung an. Parallel zur Einreichplanung soll heuer auch das Ausstellungskonzept erarbeitet werden.

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