Hoffnung für den kleinen Max muss weiterleben
Obmann des Kramsacher Familien-, Bildungs- und Sozialausschusses zählt auf viele Helfer bei der Stammzellen-Typisierungsaktion.
Von Walter Zwicknagl
Kramsach –„Ich war erschüttert vom Schicksal des kleinen Max aus der Steiermark, als ich in einem TV-Beitrag von der Stammzellen-Typisierungsaktion erfuhr“, sagt der Kramsacher Gemeinderat Andreas Rohregger. Und rasch war für ihn klar: Da muss auch in Kramsach alles zur Rettung des Buben getan werden. Schon in Lienz und Fügen standen viele Schlange, um die Aktion „Geben für Leben“ der Leukämiehilfe Österreich, die drei Vorarlberger Frauen 1998 ins Leben gerufen hatten, zu unterstützen.
Genau gesagt leidet der dreijährige Bub an septischer Granulomatose. „Von dieser sehr seltenen Erbkrankheit sind gleich zwei von drei Brüdern betroffen. Für Max (3) wurde noch kein passender Spender gefunden. Unbehandelt wird dies für Max tödlich enden“, liest man in einem Flugblatt, mit dem Mitte Juni zur Teilnahme an der Typisierungsaktion aufgefordert wird. Dabei drängt die Zeit, um geeignete Stammzellenspender zu finden. Schon in den nächsten Tagen soll es auch in Bruck an der Mur, in Pressbaum in Niederösterreich, in Hard in Vorarlberg, in Werndorf in der Steiermark und schließlich am Samstag, 24. Juni, in Kramsach eine solche Aktion geben. Die Typisierungsaktion in Form einer Blutabnahme geht im Kramsacher Blaulichtzentrum von 10 bis 13 Uhr über die Bühne. Als Spender kommen gesunde Menschen zwischen 17 und 45 Jahren, die mindestens 50 Kilogramm wiegen, in Frage.
„Da brauchte es kein langes Bitten und Betteln, dass Rotes Kreuz, Feuerwehr, Bergrettung, Ekiz, die Landjugend und die Bäuerinnen und viele andere ihre Unterstützung zusagten. Auch Lions und große Firmen sind an Bord“, freut sich Andreas Rohregger, der Obmann des Kramsacher Familien-, Bildungs- und Sozialausschusses. Schließlich kostet ein Test um die 50 Euro. „Da sind natürlich auch Spenden gefragt“, heißt es aus dem Mund der Initiatoren.
„Wir sind ein gemeinnütziger Verein in Vorarlberg mit der Mission, an Leukämie erkrankten Menschen die höchstmögliche Chance auf Überleben zu geben“, heißt es auf der Homepage von „Geben für Leben“. Dabei sei man Teil eines globalen Netzwerkes. Denn die Merkmale aller typisierten Personen seien weltweit durch autorisierte Ärzte einsehbar und können Menschen vor dem sicheren Tod bewahren, wo immer sich diese befinden.
Bisher wurden vom Verein 27.681 Typisierungen vorgenommen und dabei 41 Spender für kranke Menschen gefunden. „Du kannst für die Welt nur eine Person sein, aber für eine Person die ganze Welt“ ist der Leitspruch der engagierten Helfer.