Europas Leitbörsen bewegen sich zu Mittag nur wenig vom Fleck
Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen haben den lustlosen Handel der vergangenen Tage auch am Mittwoch fortgesetzt und haben...
Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen haben den lustlosen Handel der vergangenen Tage auch am Mittwoch fortgesetzt und haben sich zu Mittag insgesamt nur wenig vom Fleck bewegt. Neue Inflationsdaten aus der Eurozone bewegten die Kurse nicht nennenswert.
Der Euro-Stoxx-50 gewann minimale 2,50 Einheiten oder 0,07 Prozent auf 3.563,72 Punkte. Auch der DAX in Frankfurt notierte gegen 12.10 Uhr mit 12.614,09 Punkten und einem kleinen Plus von 15,41 Einheiten oder 0,12 Prozent. Der FTSE-100 der Börse London stieg um moderate 16,07 Zähler oder 0,21 Prozent und steht nun bei 7.542,58 Stellen.
Die jährliche Inflationsrate im Währungsraum dürfte im Mai 1,4 Prozent betragen. Das ist ein deutlicher Rückgang gegenüber April mit 1,9 Prozent, heißt es in einer Schnellschätzung von Eurostat. Die rückläufige Teuerung nimmt etwas Druck von der Europäischen Zentralbank (EZB), ihre extrem lockere Geldpolitik zu straffen.
Zudem ist die Arbeitslosigkeit in der Eurozone auf ein Acht-Jahres-Tief gesunken. Im April betrug die Arbeitslosenquote 9,3 Prozent. Das ist der niedrigste Wert seit März 2009. In Deutschland fiel indessen die Zahl der Arbeitslosen im diesem Monat auf den tiefsten Stand in einem Monat Mai seit 1991, während die Einzelhandelsumsätze in dem Land im April um 0,3 Prozent zum Vormonat geschrumpft sind.
Etwas getrübt wurde die Stimmung an den Märkten von politischen Unsicherheiten. Allen voran rückte Großbritannien in den Fokus, wo laut neuesten Wahlumfragen die Konservativen eine absolute Mehrheit beim Urnengang am 8. Juni verfehlen könnten. Das britische Pfund zeigte sich daraufhin heute deutlich belastet.
Im weiteren Handelsverlauf stehen in den USA stehen noch der Stimmungsindex aus der Region Chicago sowie Daten aus dem Häusermarkt auf dem Programm. Unternehmensseitig blieb es vorerst recht ruhig. Unter den Kursverlierern waren zur Wochenmitte einmal mehr Rohstoffwerte zu sehen. In London verloren dementsprechend Rio Tinto 2,21 Prozent, BHP Billiton 1,91 Prozent und Glencore 2,28 Prozent.
Im Euro-Stoxx-50 rangierten Eni (minus 1,26 Prozent) und Total (minus 0,73 Prozent) unter den klaren Kursverlierern. Auf der Gewinnerseite standen unter anderem die beiden Pharmawerte Fresnius (plus 0,68 Prozent) und Sanofi (plus 0,83 Prozent).
In Zürich richtete sich die Aufmerksamkeit der Anleger auf die Syngenta-Aktien, die klare 3,27 Prozent zulegen konnten. Die Aktionäre des Agrochemieunternehmens haben dem chinesischen Staatskonzern ChemChina in den vergangenen Wochen weitere Titel angedient. Nach Abschluss der Nachfrist kommt ChemChina nun auf 94,7 Prozent der Syngenta-Anteile.
Zahlen legte indessen der deutsche Handelsriese Metro vor. Der Konzern hat heute erstmals getrennte Zahlen für den künftigen Elektronikhändler um Media-Saturn und seinen Lebensmittelbereich um die Cash&Carry-Großmärkte sowie die Supermarktkette Real vorgelegt. Der künftig unter dem Namen Ceconomy firmierende Elektronikhändler musste beim operativen Gewinn Federn lassen. Im zweiten Quartal stand beim Ebit vor Sonderfaktoren ein Minus von 19 Mio. Euro. Metro-Aktien sackten um 2,53 Prozent ab.
~ ISIN EU0009658145 ~ APA248 2017-05-31/12:19