Ukraine-Kriegsverbrechen: Noch keine U-Haft-Entscheidung
Wiener Neustadt (APA) - Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt hat am Mittwoch bestätigt, dass der unter dem Verdacht von Kriegsverbrechen s...
Wiener Neustadt (APA) - Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt hat am Mittwoch bestätigt, dass der unter dem Verdacht von Kriegsverbrechen stehende Vorarlberger Benjamin F. bei seiner Einvernahme am Vortag die „Vorwürfe von sich gewiesen“ habe. Es sei noch nicht entschieden, ob ein Antrag auf Verhängung der U-Haft gestellt werde, sagte Erich Habitzl, Sprecher der Anklagebehörde, zu Mittag auf Anfrage.
Dem Vorarlberger werden Kriegsverbrechen gegen Personen (§ 321b StGB) zur Last gelegt. „Die Vorwürfe, er habe Gefangene getötet, sind bei meinem Mandanten auf Unverständnis gestoßen und wurden von ihm glaubhaft negiert“, erklärte der Verteidiger, der vorerst anonym bleiben möchte, bereits am Dienstag. Der 25-jährige Beschuldigte war Ende April auf Grundlage eines europäischen Haftbefehls aus Österreich von polnischen Behörden unweit der ukrainischen Grenze verhaftet und am Montag überstellt worden.