Security-Branche boomt - Aber im Europavergleich noch klein
Wien (APA) - Mit Pistolen im Tiefziehholster bewaffnete private Wachmänner auf den Straßen der Wiener Innenstadt, bezahlt von Nobeljuweliere...
Wien (APA) - Mit Pistolen im Tiefziehholster bewaffnete private Wachmänner auf den Straßen der Wiener Innenstadt, bezahlt von Nobeljuwelieren, sorgen schon seit langem für Aufsehen. Doch sie sind nur der sichtbarste Beweis für die stetige Zunahme privater Sicherheitsleute im öffentlichen und privaten Raum. Hier die wichtigsten Zahlen:
- 2010 lag der Umsatz der Sicherheitsdienstleister bei 368 Mio. Euro, im Vorjahr waren es bereits 533 Mio. Euro. Wobei die 14 größten Firmen etwa 70 Prozent des Gesamtumsatzes erwirtschafteten.
- Besonders hoch war das Wachstum in den beiden Vorjahren, nicht zuletzt durch den Flüchtlingszustrom und die steigende Zahl von Terroranschlägen in Europa.
- Die steigenden Umsätze schlagen sich auch in den Mitarbeiterzahlen nieder: 2010 wurden 12.561 Personen beschäftigt, im Vorjahr waren es 15.568. Die Zahl der Bewachungsunternehmen stieg seit 2010 von 341 auf 410.
- Bezahlt wird - versichert der Verband der Sicherheitsunternehmen - zwischen 8,67 und 10,83 Euro brutto pro Stunde, womit der kollektivvertragliche Mindestlohn von 1.500 Euro brutto erreicht werde.
- Trotz der zunehmenden Zahl von Securities liegt Österreich laut Branchenverband aber europaweit deutlich zurück - sowohl im Verhältnis zur Bevölkerungszahl wie auch zur Anzahl der Polizisten. In Deutschland gibt es laut dem dortigen Branchenverband fast schon so viele Securities - nämlich 265.000 - wie Polizisten. Daher herrsche dort inzwischen ein Arbeitskräftemangel, der sich auch in steigenden Löhnen widerspiegle.
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http://www.vida.at ~ APA282 2017-05-31/13:06