Lärmschutz-Bonus zur Schienenmaut in Planung
Klagenfurt/Wien (APA) - Das Verkehrsministerium plant einen Lärmschutz-Bonus für Züge. Bis zu 1.700 Euro sollen sich Halter von mit leiseren...
Klagenfurt/Wien (APA) - Das Verkehrsministerium plant einen Lärmschutz-Bonus für Züge. Bis zu 1.700 Euro sollen sich Halter von mit leiseren Bremsen ausgerüsteten Wagen künftig über die Schienenmaut zurückholen können. Die Förderung entspricht den Umrüstungskosten, erklärte eine Sprecherin Verkehrsministers Jörg Leichtfried (SPÖ), nachdem dieser das Vorhaben am Mittwoch in Klagenfurt vor Journalisten angekündigt hatte.
Die EU-Kommission muss die Förderung noch absegnen. Dann sollen ab dem Fahrplanwechsel 2017/18 leisere Wagen einen Cent pro Achse und pro Kilometer abrechnen können - bis die maximale Fördersumme für den jeweiligen Wagen von bis zu 1.700 Euro erreicht ist.
Leichtfried unterzeichnete in Klagenfurt eine Vereinbarung mit der Landesregierung zum Lärmschutz entlang der Wörthersees. Anrainer und Touristiker befürchten steigende Belastungen nach Fertigstellung des Koralm-Tunnels. Nun sollen Lücken in Lärmschutzwänden geschlossen bzw. die Wände erhöht werden. Weiters soll die Wörtherseestrecke zu einer Teststrecke - einem „Noise Lab“ - für leisere Züge werden, Expertengespräche und Konferenzen sind geplant. „Kärnten wird ein Kompetenzzentrum zur Verringerung von Bahnlärm“, verkündete Leichtfried. „Deutschland und die Schweiz verbieten laute Bremsen, wenn das funktioniert, werden wir die nächsten sein.“
Eine Verlegung des Güterverkehrs auf eine neue Trasse abseits der Tourismusgemeinden am Wörthersee wird Thema einer Studie. Bis 2020 sollen verschiedene Varianten durchdacht werden. Die ÖBB haben eine Trassenverlegung mit Verweis auf die hohen Kosten bisher abgelehnt.
~ WEB http://www.oebb.at/ ~ APA306 2017-05-31/13:32