Bei Anschlägen in Kabul starben seit 2016 hunderte Menschen
Kabul/Berlin (APA/AFP) - Bei einem Anschlag in der Nähe der deutschen Botschaft in Kabul sind am Mittwoch mindestens 80 Menschen getötet wor...
Kabul/Berlin (APA/AFP) - Bei einem Anschlag in der Nähe der deutschen Botschaft in Kabul sind am Mittwoch mindestens 80 Menschen getötet worden. Die afghanische Hauptstadt wird immer wieder von Attentaten erschüttert:
2016:
20. Jänner: Ein Selbstmordattentäter der radikal-islamischen Taliban rammt mit seinem Auto einen Minibus des Fernsehsenders Tolo. Sieben Mitarbeiter des Senders sterben.
1. Februar: Bei einem Selbstmordanschlag der Taliban auf einen Polizeistützpunkt in Kabul werden 20 Polizisten getötet und weitere 29 Menschen verletzt.
27. Februar: Ein Selbstmordattentäter der Taliban sprengt sich vor dem Verteidigungsministerium in die Luft, zwölf Menschen werden getötet.
19. April: 64 Menschen sterben im Zentrum der afghanischen Hauptstadt bei der Explosion einer in einem Lastwagen versteckten Bombe, auf die eine Schießerei folgt. Mehr als 340 Menschen werden verletzt. Die Taliban reklamieren die Tat für sich.
25. Mai: Bei einem Selbstmordattentat der Taliban auf einen Minibus mit Angestellten eines Gerichts in einem Vorort im Westen Kabuls sterben zehn Menschen.
30. Juni: 30 Polizeirekruten sterben bei einem Doppel-Anschlag der Taliban auf ihren Fahrzeugkonvoi.
23. Juli: Bei einem Doppel-Anschlag auf Angehörige der schiitischen Volksgruppe der Hasara sterben in Kabul mindestens 85 Menschen, mehr als 400 werden verletzt. Die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) beansprucht die Bombenattentate für sich.
25. August: Bewaffnete Kämpfer stürmen die Amerikanische Universität in Kabul. Die Attacke dauert insgesamt zehn Stunden, 16 Menschen werden getötet. Niemand bekennt sich.
5. September: Bei einem Doppel-Anschlag der Taliban nahe des Verteidigungsministeriums werden 41 Menschen getötet und mehr als 100 verletzt.
21. November: Bei einem Sprengstoffanschlag auf Schiiten in einer Kabuler Moschee sterben mindestens 27 Menschen, 64 werden verletzt. Der IS übernimmt die Verantwortung.
2017
10. Jänner: Durch zwei Explosionen in der Nähe des afghanischen Parlaments werden 38 Menschen getötet und 86 weitere verletzt.
7. Februar: Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Gruppe von Angestellten des Obersten Gerichtshofs sterben mindestens 20 Menschen, 41 werden verletzt. Niemand bekennt sich zu der Tat.
8. März: Als Ärzte verkleidete Angreifer stürmen ein großes Militärkrankenhaus in Kabul. Die Attacke dauert insgesamt sechs Stunden, der IS reklamiert die Tat für sich. Nach offiziellen Angaben sterben 50 Menschen, Überlebende und Sicherheitsvertreter berichten aber von mehr als hundert Toten.
3. Mai: Durch eine Explosion bei einem Konvoi ausländischer Soldaten in der Nähe der US-Botschaft und des NATO-Hauptquartiers in Kabul werden mindestens acht Menschen getötet und 28 verletzt.
31. Mai: Ein Selbstmordattentäter sprengt sich in einem Lkw im Diplomatenviertel von Kabul hoch. Mindestens 80 Menschen werden getötet und mehr als 300 verletzt.