Hämmern auf Heavy Metal: Das Rock in Vienna wird aufgebaut

Wien (APA) - Auch wenn für das Rock in Vienna heuer sanftere Töne angekündigt sind - metallische Klänge waren am Mittwoch jedenfalls bei den...

Wien (APA) - Auch wenn für das Rock in Vienna heuer sanftere Töne angekündigt sind - metallische Klänge waren am Mittwoch jedenfalls bei den Aufbauarbeiten am Gelände zu hören. Die Bühne dominiert bereits die große Festwiese auf der Donauinsel. Die dritte Ausgabe des Events findet von kommendem Freitag bis Pfingstmontag statt, wobei die Veranstalter zuversichtlich sind, dass das neue Konzept aufgeht.

Noch ist der Andrang am Areal naturgemäß eher spärlich. Wo sich am Wochenende tausende Menschen vor der Bühne versammeln werden, sind noch Gabelstapler und Lastwägen unterwegs. Nicht nur die Bühne, auch ein Teil der umliegenden Zelte, Container und Gastro-Stände sind bereits aufgebaut, wenn auch großteils noch nicht eingerichtet.

Das Festivalgelände unterscheidet sich nicht wesentlich von den Vorjahren, also abgesehen davon, dass die zweite Bühne (2016 waren es sogar drei, Anm.) inzwischen Geschichte ist. Die stilistische Bandbreite des Rock in Vienna ist heuer jedoch so breit wie noch nie. Nach Hip-Hop zum Auftakt am Freitag - unter anderem mit Lokalmatador Left Boy - wird am Samstag Radio-Pop von Silbermond oder den Kings of Leon geboten, bevor dann am Sonntag etwa Deichkind und am Montag als ultimatives Highlight die Toten Hosen ans Werk gehen.

20 Bands sind insgesamt mit dabei. Vertreter der klassischen Härte sind eher rar, am ehesten erfüllen Monster Magnet, Clutch oder die Dead Daisies das diesbezügliche Anforderungsprofil. Detlef Kornett vom Vorstand der DEAG (Deutsche Entertainment AG) - also dem Mutterkonzern des RiV-Veranstalters Blue Moon - verteidigte am Mittwoch bei einer Begehung mit Medienvertretern das viel diskutierte Line-up. „Rock bedeutet nicht immer nur Heavy Metal, wir zeigen heuer die unterschiedlichen Facetten“, betonte er im APA-Gespräch.

Wie viele Menschen letztendlich auf die Insel kommen werden, ist laut Kornett kaum vorherzusagen. Eine Prognose falle schwer, da man als noch nicht so etabliertes Festival einen geringeren Vorverkaufs-Anteil habe und viele Tickets erst an der Abendkassa verkaufe. Der Veranstalter hofft jedenfalls auf täglich bis zu 35.000 Besucher, wobei Kornett einschränkte: „Die Tage werden sicherlich unterschiedlich sein.“ Details zum bisherigen Kartenabsatz nannte er nicht. Im Vorjahr sind 90.000 Gäste an drei Tagen empfangen worden.

Günstig ist jedenfalls die Wetterprognose. Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZG) hat für das Rock in Vienna ein eigenes Eventwetter veröffentlicht. Dieses besagt, dass zumindest bis Sonntag hochsommerliche Temperaturen inklusive lauer Abende bevorstehen. Die Regenwahrscheinlichkeit ist gering. Erst zum Finale wird es eine Spur ungemütlicher: Am Montag sind Windböen und höchstens 22 Grad Celsius prognostiziert.

Damit der Besuch nicht schon beim Einlass getrübt wird, empfehlen die Festivalorganisatoren dringend, die - relativ strengen - Sicherheitsbestimmungen zu beachten. Verboten sind unter anderem: Regen- und Sonnenschirme, Decken, Handtücher, Sitzgelegenheiten und große Taschen. Auch mit Getränkevorrat schafft man es nicht durch die Schleuse. Lediglich ein 0,5-Liter-Tetrapack pro Person ist gestattet.

(S E R V I C E - www.rockinvienna.at)