Wirtschaftswachstum in Kroatien im 1. Quartal verlangsamt

Zagreb (APA) - In Kroatien hat sich das Wirtschaftswachstum verlangsamt. Im ersten Quartal 2017 ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahres...

Zagreb (APA) - In Kroatien hat sich das Wirtschaftswachstum verlangsamt. Im ersten Quartal 2017 ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahresvergleich real um 2,5 Prozent gestiegen, wie das kroatische Statistikamt am Mittwoch mitteilte. Saisonbereinigt war das BIP im Jahresabstand um 3,4 Prozent höher, gegenüber dem Vorquartal legte es um 0,6 Prozent zu.

Das Wirtschaftswachstum war deutlich langsamer als im Vorquartal (reales Wachstum um 3,4 Prozent) gewesen. Es blieb auch unter den Erwartungen von Analysten, die im Durchschnitt mit einem Plus von 3,1 Prozent gerechnet haben, berichtete die Nachrichtenagentur Hina.

Die kroatische Wirtschaft wuchs das zehnte Quartal in Folge, das Wachstum war jedoch schwächer als in den Vorquartalen. Die Wachstumsrate von 2,5 Prozent ist die langsamste seit dem Schlussquartal 2015.

Während das Wachstum unter den Erwartungen blieb, entwickelten sich die Konsumtrends wie erwartet. Der Inlandskonsum war mit einer Zunahme von 3 Prozent im Jahresvergleich stark gewesen, wichtig war vor allem der Konsum von privaten Haushalten (+3,5 Prozent). Die Bruttoanlageinvestitionen nahmen um 5,4 Prozent zu.

Am meisten trugen zum Wachstum nach Angaben der Statistiker die Warenexporte bei (+14,9 Prozent). Unterdessen waren die üblicherweise wegen des Tourismus immer starken Exporte von Dienstleistungen deutlich schwächer als in vergangenen Quartalen. Sie legten lediglich um 1 Prozent zu, was darauf zurückgeführt wird, dass heuer die Osterferien in den April fielen.

Die Analysten kündigten an, die Wachstumsprognosen für dieses Jahr herunterzuschrauben. Der Grund dafür liegt in der Krise des überschuldeten Konzerns Agrokor, dessen Probleme im zweiten Quartal laut Erwartungen Auswirkungen auf das BIP haben werden. Die Analysten rechnen mit Auswirkungen auf die Industrieproduktion und mit Verlangsamung des privaten Konsums.