Franzosen bekommen Streik von Tanklasterfahrern immer mehr zu spüren
Paris (APA/AFP) - Frankreichs Autofahrer bekommen den Streik von Tanklasterfahrern immer mehr zu spüren. Landesweit hatten am Mittwoch Hunde...
Paris (APA/AFP) - Frankreichs Autofahrer bekommen den Streik von Tanklasterfahrern immer mehr zu spüren. Landesweit hatten am Mittwoch Hunderte Tankstellen keinen Treibstoff mehr. Lastwagenfahrer erschwerten nach Angaben von Polizei und Gewerkschaften die Zufahrt zu zahlreichen Depots in verschiedenen Landesteilen.
Nach Angaben der französischen App „Mein Benzin“ hatten am Mittwoch landesweit 429 Tankstellen keinen Treibstoff mehr. In einer etwa gleich großen Zahl von Tankstellen gab es demnach Versorgungsengpässe. In Frankreich gibt es rund 11.000 Tankstellen.
Besonders betroffen war der Großraum Paris. Rund jede vierte Tankstelle des Erdölriesen Total hatte dort am Mittwoch keinen Sprit mehr, wie der Konzern mitteilte. Die Zahl hatte sich binnen 24 Stunden verdoppelt.
Allerdings gehen die Probleme auch darauf zurück, dass viele Autofahrer aus Sorge vor Benzinknappheit schnell noch ihren Wagen volltanken wollen - insbesondere mit Blick auf Pfingsten. Regierungssprecher Christophe Castaner appellierte deswegen am Mittwoch an das „Verantwortungsbewusstsein“ der Franzosen und rief dazu auf, nicht „in Panik“ zu geraten.
Fahrer von Tanklastern und anderen Gefahrenguttransportern hatten am vergangenen Freitag einen Streik gestartet. Die Lkw-Fahrer fordern unter anderem höhere Löhne, geringere Arbeitszeiten und eine bessere arbeitsmedizinische Betreuung. Die Arbeitgeber lehnen Verhandlungen ab, zumal die Forderungen nur von einer Gewerkschaft getragen werden, der weit links stehenden CGT.
Die Szenen erinnern an das Frühjahr 2016. Vor einem Jahr kam es in Frankreich bereits zu Treibstoffengpässen, als Gewerkschaften aus Protest gegen eine Arbeitsmarktreform Raffinerien und Treibstoffdepots blockierten.