US-Börsen dämmen im Verlauf starke Startverluste ein

New York (APA) - Überraschend schwache Konjunkturdaten aus den USA haben am Mittwoch die US-Börsen belastet. Allerdings kamen die US-Börsen ...

New York (APA) - Überraschend schwache Konjunkturdaten aus den USA haben am Mittwoch die US-Börsen belastet. Allerdings kamen die US-Börsen von ihre frühen Verluste zuletzt spürbar zurück. Gegen 19.00 Uhr notierte der Dow Jones mit einem Minus von 42,68 Zählern oder 0,20 Prozent bei 20.986,79 Punkten. Damit knüpfte er an seine moderaten Vortagesverluste an, nachdem er allerdings zuvor sieben Handelstage in Folge zugelegt hatte.

Der S&P-500 Index fiel um 5,23 Punkte oder 0,22 Prozent auf 2.407,68 Zähler. Der Nasdaq Composite Index verlor 18,44 Zähler oder 0,30 Prozent auf 6.184,75 Einheiten.

Die teilweise nach Handelsbeginn veröffentlichten Konjunkturdaten zeigten, dass sich das Geschäftsklima in der Region Chicago im Mai deutlicher eingetrübt hatte als erwartet. Gemeldet wurde der schwächste Wert seit Jänner. Auch die Zahl der noch nicht abgeschlossenen Hausverkäufe überraschte negativ. Statt eines leichten Anstiegs im April im Monatsvergleich wurde ein deutlicher Rückgang verzeichnet. Bereits im März waren die Verkäufe gesunken.

Im späteren Handelsverlauf dürfte noch der Konjunkturbericht „Beige Book“ der US-Notenbank in den Fokus rücken. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg rechnen die Marktteilnehmer mit einer 87-prozentigen Wahrscheinlichkeit mit einem weiteren Zinsschritt in zwei Wochen.

Branchenweit zählten erneut Bankaktien zu den größten Verlierern. Im Dow Jones hielten wie bereits am Vortag die Aktien von Goldman Sachs die rote Laterne. Sie büßten 3,33 Prozent ein, gefolgt von JPMorgan mit minus 2,07 Prozent. Ebenfalls sehr schwach zeigten sich im S&P 100 die Anteile der Bank of America, der Citigroup und die von Morgan Stanley.

Gefragt war dagegen das Papier von Analog Devices, das im Nasdaq-Auswahlindex um 2,49 Prozent zulegte und damit Spitzenreiter war. Der Halbleiterhersteller hatte in seinem zweiten Geschäftsquartal ein überraschend starkes Ergebnis je Aktie erwirtschaftet.

Spekulationen über eine mögliche Aufstockung der Qualcomm-Offerte für den niederländischen Chiphersteller NXP Semiconductors hatten kaum Kursauswirkungen. Die Qualcomm-Aktien sanken marktkonform um 0,07 Prozent. Großaktionäre wie der aktivistische Finanzinvestor Elliott Management drängten das NXP-Management zu Neuverhandlungen mit dem US-Wettbewerber zwecks einer höheren Offerte, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen. Der US-Halbleiterkonzern hatte vergangenes Jahr insgesamt 47 Milliarden US-Dollar für NXP geboten.

~ ISIN US2605661048 US6311011026 US78378X1072 ~ APA532 2017-05-31/19:05