US-Börsen

New York (APA) - Überraschend schwache Daten vom Immobilienmarkt der USA haben am Mittwoch zunächst die Wall Street und letztlich auch die N...

New York (APA) - Überraschend schwache Daten vom Immobilienmarkt der USA haben am Mittwoch zunächst die Wall Street und letztlich auch die Nasdaq-Börsen leicht belastet. Der Konjunkturbericht der US-Notenbank enthielt hingegen kaum Neuigkeiten.

Der Dow Jones Industrial Index schloss um 20,82 Punkte oder 0,10 Prozent auf 21.008,65 Einheiten tiefer und knüpfte damit an seine moderaten Vortagesverluste an. Allerdings hatte das wichtigste US-Börsenbarometer zuvor sieben Handelstage in Folge zugelegt. Der S&P-500 Index verlor 1,11 Punkte oder 0,05 Prozent auf 2.411,80 Zähler. Der Nasdaq Composite Index gab 4,67 Einheiten oder 0,08 Prozent auf 6.198,52 Zähler nach.

Die Zahl der noch nicht abgeschlossenen Hausverkäufe überraschte negativ. Nachdem bereits im März die Zahl der Hausverkäufe gesunken war, setzte sich dies deutlich auch im April fort. Dabei hatten Experten mit einem leichten Anstieg gerechnet. Das kurz nach Handelsbeginn bekannt gegebene Geschäftsklima in der Region Chicago hatte sich im Mai allerdings entgegen den Erwartungen aufgehellt.

Der Konjunkturbericht der Fed verwies in einem sechswöchigen Überblick bis Mitte Mai auf ein bescheiden bis moderates Wachstum der US-Wirtschaft. Ähnlich gewachsen sei auch die Beschäftigung. Wo Engpässe am Arbeitsmarkt am größten gewesen seien, hätten viele Unternehmen höhere Löhne geboten. Mäßig legte auch die industrielle Fertigung zu. Die Konsumausgaben dagegen hätten sich abgeschwächt, hieß es. Wichtig ist der Bericht unter anderem mit Blick auf die anstehende nächste Fed-Sitzung im Juni und der Frage nach einem weiteren Zinsschritt. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg rechnen die Marktteilnehmer mit einer 87-prozentigen Wahrscheinlichkeit damit in zwei Wochen.

Branchenweit zählten erneut Bankaktien zu den größten Verlierern. Im Dow Jones hielten - wie bereits am Vortag - die Aktien von Goldman Sachs die rote Laterne. Sie büßten 3,3 Prozent ein, gefolgt von JPMorgan mit minus 2,09 Prozent. Ebenfalls sehr schwach zeigten sich im S&P 100 die Anteile der Bank of America, der Citigroup und die von Morgan Stanley.

Noch deutlicher sackten die Aktien von Michael Kors (minus 8,5 Prozent) ab. Der Luxusmode-Hersteller ist im ersten Quartal in die roten Zahlen gerutscht und will bis zu 125 seiner weltweit 960 Filialen schließen. Vor allem die Geschäfte in Europa und den USA liefen schlecht.

Gefragt war dagegen das Papier von Analog Devices, das im Nasdaq-Auswahlindex um 1,1 Prozent zulegte und damit Spitzenreiter war. Der Halbleiterhersteller hatte in seinem zweiten Geschäftsquartal ein weit stärkeres Ergebnis je Aktie erwirtschaftet als zuvor erwartet.

Spekulationen über eine mögliche Aufstockung der Qualcomm-Offerte für den niederländischen Chiphersteller NXP Semiconductors hatten kaum Kursauswirkungen. Die Qualcomm-Aktien zeigten sich zuletzt fast unverändert. Großaktionäre wie der aktivistische Finanzinvestor Elliott Management drängten das NXP-Management zu Neuverhandlungen mit dem US-Wettbewerber zwecks einer höheren Offerte, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen. Der US-Halbleiterkonzern hatte vergangenes Jahr insgesamt 47 Milliarden US-Dollar für NXP geboten.

~ ISIN US78378X1072 US6311011026 US2605661048 ~ APA590 2017-05-31/22:21