Altach-Gerücht um Silberberger erzeugt in Wattens kein Kopfweh
WSG-Manager Stefan Köck erteilt Spekulationen um Trainer Silberberger eine Absage. Simon Zangerl kämpft aktuell in Spanien um den Aufstieg.
Von Alex Gruber und Tobias Waidhofer
Wattens – Sommerzeit ist Gerüchtezeit. Zumindest am Transfermarkt. Dass die hochkochende Gerüchteküche Wattens-Trainer Thomas Silberberger mit Bundesligist Altach in Verbindung bringt, quittiert WSG-Manager Stefan Köck mit „unseriös“: „Zwischen einem Gerücht und einer konkreten Anfrage liegt eine ganze Menge. Und weder an mich noch an unseren Trainer ist seitens der Altacher jemand herangetreten“, gab Köck gestern gegen Mittag zu Protokoll. Dass irgendwo der Name eines engagierten Trainers, der den Tiroler Aufsteiger variabel auf Platz fünf geführt hat, fällt, liege in der Natur der Sache: „Und bringt die sehr gute Arbeit des Trainers und des ganzen Vereins zum Ausdruck.“
Silberberger selbst hat wiederholt davon gesprochen, nach dem Fußball einen „Plan B“ in Händen zu halten. Der heißt irgendwann womöglich Rückkehr ins Verkaufsgeschäft (Autobranche). Der Wörgler weiß – ebenso wie sein Seelenverwandter Köck –, wie fragil das Fußball-Geschäft ist, hätte den Manager laut eigener Aussage aber mit Sicherheit über eine Anfrage informiert.
Fern der Gerüchteküche – Köck: „Die lässt sich ja immer rühren“ – vermeldet die sportliche WSG-Führung gestern den endgültigen Verbleib von Defensivkraft Sandro Neurauter. Der bodenständige Imster hat sich in die Herzen gespielt. Köck lobt: „Er ist als Spieler der Tiroler Liga zu uns gekommen und hat eingeschlagen wie eine Granate. Natürlich wird das im neuen Vertrag honoriert.“ Der „Sanchoo“ ist in der Marktgemeinde auch als Fachsozialarbeiter für Behindertenarbeit und Pflegehelfer bekannt. Auch so dreht sich die Welt ums Gernot-Langes-Stadion.
Wattens wäre Zangerls erste Adresse
Übrigens: Der Kontakt zu Ex-Spieler und Westliga-Torschützenkönig Simon Zangerl riss nie ab. „Wenn Wattens immer noch an mich denkt, was nach dieser Saison nicht selbstverständlich ist, ehrt mich das sehr“, weiß der Oberländer. „Beide Stürmer (Jurdik und Katnik, Anm.) haben ja eingeschlagen.“ Kommt aber eine Rückkehr nach Österreich tatsächlich auf die Agenda, „wäre Wattens meine erste Adresse“. Fakt ist, dass „Zange“ noch 2018 in der dritten spanischen Liga bei Atletico Baleares unter Vertrag steht.
Fakt ist außerdem, dass die Saison für den 27-jährigen Oberländer auch wegen einer schweren Verletzung im Herbst und einem Trainerwechsel von Christian Ziege zu Josico im März nicht optimal verlaufen war. Beim jüngsten Play-off-Viertelfinalsieg über den CD Toledo (2:1) saß der Tiroler 90 Minuten auf der Bank. „Es ist ein Wahnsinn, dass wir es noch ins Play-off geschafft haben. Wir spielen momentan nur mit einem Stürmer und die anderen treffen. Ich kann mich nicht beschweren,“ erklärt Zangerl die mangelnde Spielpraxis.
Ansonsten ist der Tiroler Angreifer auf der liebsten Ferieninsel der Deutschen angekommen. „Ich kann nichts Schlechtes sagen. Sie sagen zu mir, dass sie ebenfalls zufrieden sind.“ Wegen der ungewissen Zukunft werde derzeit aber mit keinem anderen Spieler gesprochen. Zangerl hängt in der Warteschleife, denn die Saison könnte bei weiteren Siegen noch bis zu drei Wochen andauern. Ein Signal sendet er aber noch aus: „Jeder weiß, dass ich Vertrauen brauche und spielen will.“