Außerferner Milch wird meist zu Käse
„Neun bis zehn Millionen Liter“ werden in den drei Käsereien des Bezirks verarbeitet.
Reutte –„Man sagt zwar immer, dass wir der Bezirk der Jammerer wären. In Wahrheit schwappen bei uns im Außerfern die Probleme aus dem süddeutschen Raum viel früher herüber als in die anderen Tiroler Regionen“, sagt Richard Wörle, seines Zeichens Bezirksbauernobmann, am Weltmilchtag. Als solcher erklärt er: „Die Talsohle für die Bauern ist im Außerfern erreicht.“ Und einigermaßen zufrieden blickt er auf den Milchpreis, der sich bei 44 Cent stabilisiert habe.
Inklusive Almen zählt das Außerfern an die 160 Milchlieferanten. „Neun bis zehn Millionen Liter“ werden in den drei Käsereien des Bezirks verarbeitet. Ob denn auch Milch aus dem Bezirk im Bergbauern-Tirol-Milch-Packerl schwimme? „Nein“, sagt Wörle, unterstützt von der stellvertretenden Bezirksbäuerin Sieglinde Riedmann, „wer wirklich Außerferner Milch trinken will, muss sie beim Bauern holen.“ Und da koste der Liter einen Euro.
Wichtiger sei in diesem Zusammenhang der Käse: Die Sennerei Wildberg in Reutte würde rund sieben Millionen Liter verkäste Milch produzieren, Biedermann im Tannheimer Tal an die 1,2 Millionen Liter und Sojer in Steeg noch einmal 600.000 bis 800.000 Liter. „Die Produkte sind da und sie sind gut“, betont Wörle. Derzeit würde mit Günter Salchner von der Regionalentwicklung Außerfern das Vermarktungsthema angegangen.
Gestern informierten Funktionäre an drei Standorten in Reutte und verteilten 500 Milchpackerln, die gerne angenommen wurden. (pascal)