Versammlung der Regionen Europas wählte in NÖ neuen Präsidenten
St. Pölten (APA) - Die Versammlung der Regionen Europas (VRE) hat bei ihrer Generalversammlung in St. Pölten ein neues Präsidium gewählt. De...
St. Pölten (APA) - Die Versammlung der Regionen Europas (VRE) hat bei ihrer Generalversammlung in St. Pölten ein neues Präsidium gewählt. Der Schwede Magnus Berntsson (43) ist neuer VRE-Präsident, der NÖ Landtagsabgeordnete Lukas Mandl (ÖVP) fungiert als einer von sechs Vizes. Thema bei der Veranstaltung war u.a. die Zukunft der EU-Regionalförderungen, hieß es in einer Pressekonferenz am Donnerstag.
Niederösterreichs Landesrätin für EU-Fragen, Barbara Schwarz (ÖVP), sprach sich für die Fortsetzung der Regionalförderung nach der laufenden Periode von 2014 bis 2020 aus. Berntsson kündigte anlässlich der Veranstaltung mit rund 150 Teilnehmern aus fast 30 Ländern ein Statement der VRE zur EU-Kohäsionspolitik an, das in Gesprächen mit EU-Kommission und -Parlament verwendet werden soll.
Für Niederösterreich stehen beim EU-Programm „Investitionen in Wachstum und Beschäftigung“ in der aktuellen Periode 122 Millionen Euro zur Verfügung, für die Interreg-Programme mit Tschechien, der Slowakei und Ungarn 39 Millionen. Niederösterreich hole sich die EU-Förderungen sehr konsequent ab, so Schwarz.
Der bevorstehende EU-Austritt von Großbritannien „darf nicht bedeuten, dass am falschen Ende - nämlich bei der Außen-, Sicherheits- und Regionalpolitik - gespart wird“, sagte Mandl, Vorsitzender des Europa-Ausschusses im NÖ Landtag. Er soll als VRE-Vizepräsident u.a. den Jugendaustausch fördern.
Die Versammlung der Regionen vernetzt mehr als 270 Regionen aus 33 Ländern innerhalb und außerhalb der EU sowie 16 interregionale Organisationen. Berntsson folgt auf Hande Özsan Bozatli aus der Türkei, die vier Jahre lang und damit für zwei Amtsperioden Präsidentin war. Der Schwede erinnerte an den Kalten Krieg und die Berliner Mauer und betonte: „Wir müssen dafür sorgen, dass es nicht wieder zu einer Teilung Europas kommt.“