Bei Hypo fehlt der rotweißrote Anstrich
Die Kaderzusammenstellung bei den Hypo-Volleyballern für die neue Saison wird schwerer als gedacht.
Innsbruck –Bei Hypo-Manager Hannes Kronthaler geht es derzeit rund. Seit dem Wechsel in die Deutsche Liga blieb kein Stein auf dem anderen und die Suche nach den Sponsoren nimmt viel Zeit in Anspruch. Da passt eine zusätzliche Baustelle in Sachen Spieler so gar nicht ins Konzept.
Ausgerechnet die rotweißroten Volleyballer zieren sich. Zumindest ist es für den Bau-Löwen nicht nachvollziehbar, warum die „Einheimischen“ lieber ins Ausland wollen. Lorenz Koraimann zieht einen Wechsel nach Frankreich einer Rückkehr an den Inn vor und Aufspieler Alexander Tusch hat einen Verbleib in Innsbruck ausgeschlossen.
Für „Tuschi“ hat das mehrere Gründe: Der Hauptgrund ist die mangelnde Wertschätzung, wie er es empfindet. Der Prophet im eigenen Land ist scheinbar nichts wert. Sind für die Legionäre Auto- und Wohnungszuschüsse normal, gilt das nicht für Eigenbauspieler. „Ich habe wirklich lange überlegt, aber das Angebot hat mir nicht vermittelt, dass man mich unbedingt halten will.“
Mit ein Grund ist auch der Abschied von Coach Daniel Gavan. Der zog nach 19 Jahren einen Schlussstrich, weil er eine Rückstufung zum Co-Trainer nicht akzeptieren wollte: „Ich verstehe die Sicht des Managements, aber ich bin Daniel einfach näher“, fand Tusch offene Worte. „Trotzdem wünsche ich Hypo nur das Beste.“
Die Gründe kann Kronthaler nicht nachvollziehen. „Eine zehnprozentige Gehaltssteigerung und die Tatsache, dass ich bei Hypo Aufspieler Nummer eins in der deutschen Liga sein kann – das ist ein sehr gutes Angebot.“ Einer Tusch-Rückkehr schiebt der Zampano einen Riegel vor. „Sobald wir um die Top drei in Deutschland spielen, wird es für Tuschi nicht reichen.“
So nebenbei erklärte der Hypo-Macher, dass sein Headcoach und Sportdirektor in Personalunion, Stefan Chrtiansky, aller Voraussicht nach nur ein Jahr in Doppelfunktion aktiv sein wird. Danach träumt der Tiroler von einer Rückkehr des ehemaligen Meistertrainers Emanuele Zanini „oder einem ähnlichen Kaliber“.
Was den Kader betrifft, hat Kronthaler derzeit sechs Spieler: „Beer, Frances, Chrtiansky jr., Lukinha, Kronthaler jr., und bei Dougi da Silva rechne ich auch mit einem Verbleib.“ Ebenso gehandelt werden zwei Aich/Dob-Akteure, die sich in Innsbruck angeboten haben sollen: Aufspieler Maximilian Thaller und Außenangreifer Anton Lukas Menner. (suki)