UN-Untersuchung der Gewalt in Kongos Kasai-Region gefordert

Kinshasa (APA/dpa) - Dutzende Menschenrechtsorganisationen haben die Vereinten Nationen zu einer raschen Untersuchung der Gewalt in der kong...

Kinshasa (APA/dpa) - Dutzende Menschenrechtsorganisationen haben die Vereinten Nationen zu einer raschen Untersuchung der Gewalt in der kongolesischen Kasai-Region aufgefordert. Dort sind bei Kämpfen seit August schätzungsweise bis zu 1.000 Menschen getötet worden, 1,3 Millionen Menschen sind nach UN-Angaben vor der Gewalt geflohen.

„Die kongolesischen Behörden sind nicht in der Lage oder nicht Willens, die Gewalt zu stoppen und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen“, erklärte Human Rights Watch am Donnerstag. Daher brauche es eine unabhängige Untersuchung durch den UN-Menschenrechtsrat, hieß es in dem von insgesamt 271 Organisationen unterzeichneten Appell. Der Aufruf wurde unter anderem auch von Amnesty International und Global Witness unterstützt.

Seit in dem zentralafrikanischen Land der Anführer der Rebellengruppe Kamuina Nsapu im August 2016 getötet wurde, kommt es in der Region Kasai immer wieder zu Gefechten. Rund 1,3 Millionen Menschen haben in anderen Landesteilen Schutz gesucht, rund 30.000 sind nach UN-Angaben bisher ins Nachbarland Angola geflohen.

~ WEB http://www.hrw.org/

http://www.un.org/en/ ~ APA306 2017-06-01/13:12