Ukraine-Kriegsverbrechen 3 - Kein dringender Tatverdacht
Wiener Neustadt (APA) - Es bestehe kein dringender Tatverdacht gegen Benjamin F, teilte die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt auf Anfrage z...
Wiener Neustadt (APA) - Es bestehe kein dringender Tatverdacht gegen Benjamin F, teilte die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt auf Anfrage zur Enthaftung des 25-jährigen Österreichers mit. F. habe bei seiner Einvernahme den Vorwurf, in der Ostukraine Kriegsverbrechen begangen zu haben, zurückgewiesen. „Die Ermittlungen gehen weiter“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Erich Habitzl, am Donnerstag.
Dem 25-Jährigen werden Kriegsverbrechen gegen Personen (§ 321b StGB) angelastet. Laut dem Vorwurf der Staatsanwaltschaft soll F. verletzte oder gefangene Kämpfer bzw. Zivilisten in der Ukraine getötet haben, er bestreitet das. Die Angaben des Mannes waren laut Habitzl „nachvollziehbar“, aufgrund der derzeitigen Beweislage sei kein dringender Tatverdacht festzustellen, der für eine U-Haft nötig ist. F. wurde Mittwochabend enthaftet. Es sei schwierig, aus dem Kriegsgebiet in der Ostukraine Informationen zu bekommen, meinte Habitzl zu den laufenden Ermittlungen.