Atlas Elektronik muss 48 Millionen wegen Bestechung zahlen
Essen (APA/Reuters) - Im Fall der Bestechung ausländischer Amtsträger muss die deutsche Rüstungsfirma Atlas Elektronik rund 48 Mio. Euro an ...
Essen (APA/Reuters) - Im Fall der Bestechung ausländischer Amtsträger muss die deutsche Rüstungsfirma Atlas Elektronik rund 48 Mio. Euro an die Staatskasse zahlen. Ein Geschäftsführer habe seine Aufsichtspflichten fahrlässig verletzt, begründete die Bremer Staatsanwaltschaft am Donnerstag die Entscheidung. Dem Manager werde vorgeworfen, keine wirksamen Kontrollmechanismen gegen Korruption eingeführt zu haben.
Der nun zu zahlende Betrag sei der Gewinn aus den Projekten, bei denen Bestechungsgelder geflossen sein sollen. Die Ermittlungen gegen die inzwischen zu Thyssenkrupp gehörende Firma seien damit eingestellt. Die Ermittlungen gegen die insgesamt 17 verantwortlichen Personen liefen allerdings weiter.
Die Beschuldigten sollen einem griechischen Handelsvertreter 13 Millionen Euro an Provisionen für seine Rolle bei der Vermittlung von zwei Rüstungsprojekten über Sonarsysteme für U-Boote gezahlt haben. Von der Summe sollen wiederum Bestechungsgelder in Millionenhöhe an griechische Amtsträger geflossen sein, um den Rüstungsauftrag zu erhalten. Die Behörden ermitteln inzwischen seit vier Jahren. Auch im Zusammenhang mit dem Verkauf von Torpedos an die peruanische Marine seien Bestechungsgelder an einen Vermittler von Atlas Elektronik gezahlt worden, erklärte die Staatsanwaltschaft.
~ ISIN DE0007500001 WEB http://www.thyssenkrupp.com/de/ ~ APA437 2017-06-01/15:31