Heumarkt: Investor „sehr erfreut“ - City-Vorsteher gar nicht
Wien (APA) - Beim Projektbetreiber Wertinvest hat man sich am Donnerstag „sehr erfreut“ über den Beschluss der Flächenwidmung für das Heumar...
Wien (APA) - Beim Projektbetreiber Wertinvest hat man sich am Donnerstag „sehr erfreut“ über den Beschluss der Flächenwidmung für das Heumarkt-Hochhaus im Gemeinderat gezeigt. „Das Projekt wird sich des Vertrauens, das ihm damit ausgesprochen wurde, mehr als würdig erweisen und seinen Beitrag dazu leisten, die Position Wiens als lebenswerteste Stadt der Welt zu festigen“, sagte Geschäftsführerin Daniela Enzi.
Der Weg der gemeinsamen Planung von Bauherr und Stadt zum Ausgleich öffentlicher und privater Interessen sei zwar „ein sehr steiniger, letztlich aber auch ein sehr fruchtbarer“ gewesen, meinte Enzi laut einer Aussendung. „Wir sind uns der Verpflichtungen, die wir gegenüber der Öffentlichkeit übernommen haben, sehr bewusst - und können auf Grundlage der Flächenwidmung jetzt daran gehen, den Entwurf zu verfeinern und zu optimieren. Anregungen dazu haben wir ja in den letzten Monaten in großer Menge erhalten“, so Enzi.
Bis mit dem Bau begonnen wird, dauert es allerdings noch: Das Hotel Intercontinental bleibt noch bis Ende 2019 im Vollbetrieb. Auch der Wiener Eislaufverein wird die beiden nächsten Eislaufsaisonen noch auf dem Heumarkt absolvieren, bevor er für zwei Saisonen ins Interimsquartier am Schwarzenbergplatz ausweicht.
Empört über den Ausgang der Abstimmung zeigte sich dagegen der Bezirksvorsteher des ersten Bezirks, Markus Figl (ÖVP). Damit trete die Stadtregierung das Weltkulturerbe und unsere Verantwortung zur Erhaltung des historischen Stadtkerns mit Füßen, sagte Figl in einer Aussendung. Er kritisierte die „konsequente Missachtung“ der Beschlüsse der Bezirksvertretung Innere Stadt, die sich mehrfach gegen das Projekt ausgesprochen habe.