Russische O1 bietet für Immofinanz-Einkaufszentren
Wien/Moskau (APA/Reuters) - Die russische Investmentgruppe O1 will Insidern zufolge ein Offert für die zum Verkauf stehenden Moskauer Einkau...
Wien/Moskau (APA/Reuters) - Die russische Investmentgruppe O1 will Insidern zufolge ein Offert für die zum Verkauf stehenden Moskauer Einkaufszentren der Wiener Immobilienfirma Immofinanz abgeben. O1 habe die Angebotsunterlagen bereits von den Österreichern erhalten, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters.
Die fünf Shoppingmeilen in und um die russische Hauptstadt haben nach Angaben des Konzerns per Ende März noch einen Buchwert von rund 997 Mio. Euro und sind mit Schulden von knapp 700 Mio. Euro belastet.
Die Immobilienfirma will ihr problembehaftetes Russland-Geschäft bis Jahresende verkaufen oder abspalten und damit den Weg für eine Fusion mit der Wiener Konkurrentin CA Immo zu ebenen. Die bevorzugte Variante sei ein Verkauf. Zur Ausschreibung sollen rund 25 Interessenten eingeladen werden, kündigte die Firma bereits vor einigen Monaten an. Die russische O1 hatte im vergangenen Jahr ihre 26-prozentige Beteiligung an der CA Immo an die Immofinanz verkauft.
Ursprünglich sollten die Anteilseigner der Immobilienfirmen bereits im laufenden Jahr über eine mögliche Fusion abstimmen. Der Zeitplan musste aber verworfen werden, weil die Immofinanz beim Verkauf ihrer Einkaufszentren nicht so rasch vorankam wie geplant. Der Immofinanz macht die wirtschaftliche Lage Russlands zu schaffen. Das Land steckt wegen des Ölpreis-Verfalls und der Sanktionen in einer Wirtschaftskrise. Die Österreicher hoffen nun auf eine wirtschaftlichen Erholung und damit auf einen höheren Verkaufspreis. Die derzeit auf Eis liegenden Gespräche mit der CA Immo über die Fusion will die Immofinanz im Spätsommer wieder aufnehmen.
~ ISIN AT0000809058 WEB http://www.immofinanz.com ~ APA463 2017-06-01/16:02