Mock-Ableben - Juncker würdigt „Mr. Europa“
Bozen (APA) - Nicht nur in Österreich wurde am Donnerstag um Alois Mock getrauert. Auch EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker würdigte...
Bozen (APA) - Nicht nur in Österreich wurde am Donnerstag um Alois Mock getrauert. Auch EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker würdigte Österreichs „Mr. Europa“: „Seine Verdienste als Europa- und Außenpolitiker, aber auch als international engagierter Christdemokrat suchen ihresgleichen“, Europa verliere einen „unbeirrbaren Garanten und engagierten Streiter“ für die europäische Integration.
„Ohne ihn wär Österreichs EU-Beitritt nicht so erfolgt, wie er erfolgt ist. Österreich und Europa haben ihm viel zu verdanken“, betonte Juncker in einer Stellungnahme - und unterstrich Mocks „weitsichtiges, stets pro-europäisches Denken und Handeln“. Er, Juncker, sei dem Verstorbenen „vor allem aber auch wegen seines unermüdlichen Engagements zur Überwindung von Widerständen gegen das europäische Einigungswerk auf immer verbunden“.
„Tief betroffen“ vom Tod Mocks war auch Südtirols LH Arno Kompatscher (SVP). Der frühere Vizekanzler und Außenminister habe sich „weit über Österreich hinaus verdient gemacht“. Für Südtirol sei er aus zweierlei Gründen eine „Schlüsselfigur“ gewesen: Zum einen wegen der Abgabe der Streitbeilegungserklärung, zum anderen wegen des Abbaus der Brennergrenze.
In Österreich bekundeten nicht nur Vertreter der Regierung, Parteien und Interessensvertretungen ihre Anteilnahme, sondern auch der höchste Kirchenvertreter: Kardinal Christoph Schönborn nannte „eine der ganz großen Persönlichkeiten in der jüngeren Geschichte der österreichischen Politik“. Der Kardinal erinnerte nicht nur an Mocks Verdienste um den EU-Beitritt, die Überwindung der Ost-West-Grenzen oder auch den Dialog mit dem Iran. Er hob auch hervor, dass Mock „ein zutiefst gläubiger Mensch war, der aus seinem Glauben heraus gelebt und gehandelt hat.“
~ WEB http://www.oevp.at ~ APA511 2017-06-01/17:22