Eilige Uniper-Interessenten müssen Steuereffekt im Auge haben
Düsseldorf (APA/Reuters) - Interessenten für den E.ON-Anteil an der Kraftwerkstochter Uniper müssen Analysten zufolge auch Steuereffekte in ...
Düsseldorf (APA/Reuters) - Interessenten für den E.ON-Anteil an der Kraftwerkstochter Uniper müssen Analysten zufolge auch Steuereffekte in ihre Kalkulationen einbeziehen, wenn sie noch in diesem Jahr zuschlagen wollen.
E.ON hält noch knapp 47 Prozent an Uniper und hat die Beteiligung zur Disposition gestellt. Auf diese hätten einige Interessenten ein Auge geworfen, möglicherweise werde das Rennen deshalb schon in diesem Jahr entschieden, sagten mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen am Donnerstag. Als Interessent an der E.ON-Kraftwerkstochter wird auch die finnische Fortum gehandelt. Komme es tatsächlich noch 2017 zu einem Verkauf, werde dies Steuereffekte in einer Höhe zwischen 500 Millionen und einer Milliarde Euro auslösen, sagte Bernstein-Analystin Deepa Venkateswaran. Dies sei angesichts des Werts des Uniper-Anteils von 2,8 Mrd. Euro nicht unerheblich. E.ON will sich erklärtermaßen eigentlich erst ab 2018 von der Beteiligung trennen.
Bei der Übernahme des gesamten Anteils von 47 Prozent - also über der 30-Prozent-Schwelle - würde zudem ein Angebot an die übrigen Aktionäre fällig, das das Volumen eines Angebots auf bis zu 7,6 Mrd. Euro in die Höhe schrauben könnte. Zudem lasten knapp 3 Mrd. Euro Schulden auf Uniper.
Für Fortum werde es herausfordernd, eine solche Transaktion zu stemmen, schrieben Jefferies-Analysten. Fortum wird mit rund 12,8 Mrd. Euro bewertet. Insider hatten Reuters in der Vergangenheit gesagt, die Finnen seien nur an Teilen von Uniper interessiert. Fortum-Chef Pekka Lundmark hatte im November erklärt, nach Übernahmezielen Ausschau zu halten. Deutsche Energieunternehmen waren in jüngster Vergangenheit immer wieder in das Zentrum von Übernahmespekulationen gerückt.
~ ISIN DE000UNSE018 DE000ENAG999 WEB https://www.uniper.energy
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