Klimaabkommen -DIHK: US-Entscheidung verändert Wettbewerbsbedingungen
Washington (APA/Reuters/dpa) - Die US-Entscheidung zum Ausstieg aus dem Pariser Klimavertrag verändert nach Einschätzung der deutschen Wirts...
Washington (APA/Reuters/dpa) - Die US-Entscheidung zum Ausstieg aus dem Pariser Klimavertrag verändert nach Einschätzung der deutschen Wirtschaft die Wettbewerbsbedingungen in der Welt. „Klimaschutz kann wirksam und wettbewerbsneutral nur von allen Staaten gemeinsam vorangetrieben werden“, sagte der Präsident des Deutschen Industrie und Handelskammertages (DIHK) Eric Schweitzer am Freitag.
„Der DIHK bedauert, dass die USA sich aus dem Klimaabkommen von Paris zurückziehen.“ Zugleich warnte er mit Blick auf etwaige Forderungen, nun in den anderen Staaten den Klimaschutz zu verstärken.
„Mit den USA verliert die globale Klimapolitik zugleich einen Verfechter marktwirtschaftlicher Instrumente“, beklagte Schweitzer. Er gehe aber davon aus, dass der Klimaschutz in den USA nicht zum Stillstand kommen. Schließlich hielten die US-Bundesstaaten an Ausbauzielen für erneuerbare Energien fest. „Es besteht also weiterhin Potenzial für eine wirtschaftliche Zusammenarbeit beim Klimaschutz“, sagte Schweitzer. Die anderen Vertragsstaaten sollten an ihren gemeinsamen Zielen für den Klimaschutz festhalten.
Auch die deutsche Maschinenbau-Industrie hat das Ausscheren der USA aus dem globalen Klimaschutz bedauert. „Die Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen kann Hand in Hand gehen mit wirtschaftlichem Wachstum, wenn Unternehmen Planungssicherheit für Investitionen in effiziente Technologien haben“, erklärte der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbands VDMA, Thilo Brodtmann, am Freitag in Frankfurt. US-Präsident Donald Trump stelle diese Perspektive infrage und verzögere damit die Weiterentwicklung einer modernen und umweltfreundlichen Industrie.