Neue Besucherlenkung im Frauenschuhgebiet fertig
8000 Besucher zählt das Frauenschuhgebiet alljährlich zur Blütezeit. Leiteinrichtungen und ein neues Wegenetz sorgen für mehr Schutz.
Elmen/Martinau –Er ist die größte heimische Orchidee und streng geschützt – der Frauenschuh. In Europas größtem zusammenhängenden Frauenschuhgebiet in der Martinauer Au sind an die 3000 Frauenschuhpflanzen zu bewundern.
„Die Blütezeit des Frauenschuhs ist von Mitte Mai bis Mitte Juni. In diesen vier Wochen besuchen Orchideenfreunde aus nah und fern das Frauenschuhgebiet in der Martinauer Au. Wir können die Besucherzahl nur grob schätzen und liegen bei ca. 8000 Pflanzenfreunden“, so die Geschäftsführerin des Naturparks Tiroler Lech, Anette Kestler.
Damit das Gebiet in seiner Schönheit weiterhin erhalten bleibt, sind während der vierwöchigen Blütezeit täglich die Bergwächter der Einsatzstelle Elmen-Pfafflar vor Ort. Sie kümmern sich ehrenamtlich um den Erhalt der Frauenschuhbestände und sorgen dafür, dass die Besucher sich in dem Gebiet rücksichtsvoll verhalten.
Um diese auch gezielt durch das Gebiet lenken zu können und so die Orchideen bestmöglich zu schützen, wurden heuer einige Maßnahmen – geleitet vom Naturparkverein und in Zusammenarbeit mit der Bergwacht Elmen-Pfafflar und der Bezirksforstinspektion – umgesetzt. Zum einen wurde der Eingangsbereich von Privatgrund auf Grund der Gemeinde Elmen verlegt. Von da aus führt nun ein barrierefreier Weg mit einem Steg in das Frauenschuhgebiet. Die Leiteinrichtungen wurden erneuert und das Wegenetz neu gestaltet. Infotafeln im Eingangsbereich erzählen vom Frauenschuh und seinem Standort in der Martinauer Au.
„Gold wert ist für uns die Mithilfe der Bergwacht. Ohne sie würde das Gebiet sicherlich nicht mehr so erhalten sein, wie es jetzt ist“, ist Kestler überzeugt. Neben allen Besucherlenkungskonzepten wurde daher auch nicht auf die Bergwächter vergessen. Sie erhielten eine mobile Unterkunft.
Bei einer Ortsbegehung machte sich kürzlich auch LHStv. Ingrid Felipe ein Bild vom neuen Besucherlenkungskonzept. Mit vor Ort war auch der Einsatzstellenleiter der Bergwacht Elmen-Pfafflar Wolfgang Köck, Bezirksforstinspektor Josef Walch, die Geschäftsführerin des Vereins Naturpark Tiroler Lech Anette Kestler sowie der Bergwächter Franz Köpfle aus Vorderhornbach, der seit mehr als 50 Jahren das Gebiet betreut. (TT, fasi)