Tirol

Mehr Polizei im Innsbrucker Rapoldipark

© Rudy De Moor / TT

Seit Ende Mai macht das Sicherheits.Mobil regelmäßig im Rapoldipark Station. Das Echo auf das neue Angebot ist positiv.

Von Thomas Hörmann

Innsbruck –Mario Hechenblaikner und Beate Bradlwarter tragen Zivil, nur ihre Sicherheitswesten verraten, dass sie Polizisten sind. Polizisten, die am Freitagnachmittag im Innsbrucker Rapoldipark zusammen mit zwei Streetworkern und zwei Beamten der Mobilen Einsatzgruppe (MÜG, Magistrat) den Kontakt zu den Bürgern suchen. Und auch rasch finden: Immer wieder bleiben Passanten beim „Sicherheits.Mobil“ der Polizei stehen. Die einen aus Neugier, andere wollen auch etwas loswerden. „Ich wurde gerade von zwei Nordafrikanern angesprochen, die mir Suchtgift verkaufen wollten“, erzählt ein junger Radfahrer. Der Zeuge zeigt den Beamten auch, um wen es sich bei den Dealern handelt. Bradlwarter nickt – ein Fall für die zivilen Drogenfahnder. Ein älteres Ehepaar macht die Beamten auf die ihrer Meinung nach dubiosen Vorgänge bei den Schließfächern im benachbarten Einkaufszentrum aufmerksam: „Immer wieder tauchen Nordafrikaner auf, die dort etwas deponieren, dann wieder zurückkommen und was holen“, vermutet das Paar Drogendepots in den Schließfächern. Bradlwarter verspricht, die Information an die Drogenfahnder weiterzuleiten: „Wenn sie es nicht eh schon wissen.“

Ein Radfahrer, Vater einer Tochter, wie er sagt, hat hingegen die Raucher im Visier, die trotz Verbots am Spielplatz ihre Sucht ausleben. „Die wissen vermutlich gar nichts vom Verbot, die Hinweisschilder, die auf das Verbot hinweisen, sind zu klein“, regt er größere Verbotstafeln an. Ein Anliegen, für das MÜG-Mitarbeiter Marco Scheibenstock zuständig ist: „Ich leite die Anregung weiter.“

Eine Spaziergängerin hat hingegen kein konkretes Anliegen. Dass das Sicherheits.Mobil jetzt regelmäßig im Rapoldipark Station macht, „das ist schon cool“, freut sich die Frau.

Die Streetworker besuchen inzwischen die Obdachlosen, die sich auf den Grünflächen des Parks aufhalten: „Am Anfang hielten sie noch Abstand zum Sicherheits.Mobil, jetzt rücken sie schon näher.“ Und nützen bereits das neue Angebot: So erfuhren die Streetworker von herrenlosen Hundewelpen. Ein Fall für den Stadtmagistrat, die MÜG-Mitarbeiter leiteten die Meldung weiter.

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