Hans-Gratzer-Stipendium geht an Dramatikerin Enis Maci
Wien (APA) - Enis Maci darf sich über das diesjährige Hans-Gratzer-Stipendium freuen. Die Dramatikerin hat sich gestern, Donnerstag, Abend m...
Wien (APA) - Enis Maci darf sich über das diesjährige Hans-Gratzer-Stipendium freuen. Die Dramatikerin hat sich gestern, Donnerstag, Abend mit ihrem Stückentwurf unter dem Arbeitstitel „Mitwisser“ bei der Finalisten-Lesung gegen vier Kollegen auf der Shortlist durchgesetzt. Insgesamt hatten sich 70 Autoren beworben.
„Enis Maci wagt sich an ein lyrisches Epos, eine faszinierende Topographie einer sich verrohenden Welt. In einer dichten, poetischen Sprache unternimmt sie ein alternatives Gericht von unten, das die Taten als Teil einer Umgebung begreift, die an uns heranreicht“, so Jury-Sprecherin Kathrin Röggla als Sprecherin der Jury das Gewinnerstück. Die Jury bestand weiters aus Edith Draxl (Leiterin DRA FORUM uniT Graz), Tobias Schuster (Leitender Dramaturg Schauspielhaus Wien) und Tomas Schweigen (Künstlerischer Leiter Schauspielhaus Wien). Eine weitere Stimme wurde über eine Abstimmung des Publikums nach den Lesungen der Entwürfe vergeben. Auf der Shortlist fanden sich weiters Malte Abraham, Lisa Danulat, Anna Morawetz und Anatol Vitouch, deren Texte in Zusammenarbeit mit dem Max-Reinhardt-Seminar präsentiert wurden.
Enis Maci, geboren 1993, stammt aus Gelsenkirchen und studierte Literarisches Schreiben sowie Medizin und Politikwissenschaft in Leipzig und London. Zuletzt erschien online der Essay „Der Autor irrt sich“. Ihr Erstlingsstück „Lebendfallen“ wird im Frühjahr 2018 am Schauspiel Leipzig uraufgeführt.
Das Hans-Gratzer-Stipendium ist ein Projekt des Schauspielhauses Wien in Zusammenarbeit mit der Literar Mechana, die auch das Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro zur Verfügung stellt. Das fertige Stück wird dann 2018 am Schauspielhaus Wien zur Uraufführung gebracht.