Neuer Casinos-Chef: Strategie bei Auslandsbeteiligung wird gescannt
Wien (APA) - Der künftige Chef der Casinos Austria und Lotterien, der Tiroler Finanzexperte Alexander Labak, will die Auslandsbeteiligungen ...
Wien (APA) - Der künftige Chef der Casinos Austria und Lotterien, der Tiroler Finanzexperte Alexander Labak, will die Auslandsbeteiligungen des teilstaatlichen Glücksspielskonzern unter die Lupe nehmen: „Sie stehen jetzt wieder besser da, haben aber trotz der Restrukturierung noch nicht ganz die Ertragskraft erreicht, die man sich vorstellt. Wir werden uns da die Strategie von Grund auf noch einmal anschauen.“
Und auch bei den Lotterien sieht Labak Handlungsbedarf, wie er im Interview mit dem „Standard“ (Freitag-Ausgabe) sagte. „Kaiser Franz Joseph hat die Klassenlotterie eingeführt, da muss man ständig versuchen, das zeitgemäß zu halten, und sich vielleicht neue Vertriebsstrukturen und neue Produkte überlegen. Und die Video-Lottery-Terminals (VLT; eine Art digitale einarmige Banditen; Anm.) sind ein Thema, von denen haben wir 700, dürften aber 5.000 haben“, so Labak. Grundsätzlich sieht er die Casinos aber durchaus als „reputables Unternehmen“.
Zum Thema Spielsucht betonte er, dass beim Thema „verantwortungsvolles Spielen“ die Casinos weltweit führend seien. Aber ja, Spielsucht gebe es. Er selbst spiele ab und zu in der englischen Lotterie, gewonnen habe er aber noch nie.
Labak (54) folgt mit 1. Juli auf Karl Stoss, der auf eine Verlängerung seines bis Ende 2017 laufenden Vertrages verzichtet hat.
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