Klimaabkommen - Merkel: Werden Kampf erfolgreich führen
Berlin/Paris (APA/Reuters/dpa) - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ihre Entschlossenheit erklärt, das Pariser Klimaabkommen auc...
Berlin/Paris (APA/Reuters/dpa) - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ihre Entschlossenheit erklärt, das Pariser Klimaabkommen auch nach der Abkehr der USA zum Erfolg zu führen. „Wir brauchen dieses Pariser Abkommen, um unsere Schöpfung zu bewahren, nichts kann und wird uns dabei aufhalten“, sagte Merkel am Freitag in Berlin. Deutschland werde seine eingegangenen Verpflichtungen erfüllen.
Das Abkommen werde zu einem Erfolg führen, auch wenn der Weg steinig sei. Die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, den Vertrag zu verlassen, sei „äußerst bedauerlich“, sagte Merkel: „Und damit drücke ich mich noch sehr zurückhaltend aus.“
„Entschlossener denn je werden wir in Deutschland, in Europa und in der Welt alle Kräfte bündeln, große Menschheitsherausforderungen wie die des Klimawandels aufzunehmen und erfolgreich diese Herausforderung zu bewältigen“, betonte die Kanzlerin. Sie sei im übrigen begeistert von der weltweiten Unterstützung für den Kampf gegen den Klimawandel, auch seitens zahlreicher US-Unternehmen. Das Pariser Abkommen sei ein Weg für mehr Wohlstand in der gesamten Welt.
Frankreichs Umweltminister Nicolas Hulot erwartet nach der Abkehr der USA vom Pariser Klimaabkommen ein umso entschlosseneres Handeln der restlichen Welt. Auf die Frage, ob das Abkommen tot sei, sagte Hulot dem Sender BFMTV am Freitag: „Nein. Im Gegenteil, meiner Meinung nach werden Sie sehen, dass es das neu beleben wird.“ Es würden ganz neue Allianzen entstehen, sagte Hulot. „Das wird die Entschlossenheit des Rests der Welt nur stärken, einschließlich Akteuren in den Vereinigten Staaten.“
Der Umweltaktivist und Filmemacher Hulot war Mitte Mai von Präsident Emmanuel Macron zum Umweltminister ernannt worden. Als Sondergesandter von Macrons Amtsvorgänger Francois Hollande hatte er bei der Vorbereitung der Pariser Klimakonferenz mitgearbeitet, bei der 195 Länder das Abkommen vereinbart hatten.