Osttirol

Die Innos hat Italien im Visier

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Mechatronik und Bio-Kosmetik sind die Themen der „Innos Times“, die vorwiegend an italienische Betriebe geht. Italienischkenntnisse werden laut Innos immer wichtiger.

Von Catharina Oblasser

Lienz –Vor knapp einem Jahr wurde die Innos GmbH offiziell gegründet. Die Gesellschaft steht für Standortentwicklung, die Förderung von Innovation und Wirtschaft und damit auch für die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen. Die größten der 14 Gesellschafter sind das Land Tirol, die Osttiroler Investment GmbH, die Wirtschaftskammer Tirol und der Maschinenring. Weiters sind Betriebe im Lienzer Talboden und im Pustertal mit im Boot. Ehrenamtlicher Geschäftsführer ist Richard Piock.

Vor die Öffentlichkeit treten die Innos-Protagonisten nur selten. Umso mehr wird hinter den Kulissen gewerkt. Erst vor wenigen Tagen hat die Gesellschaft Unternehmen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und vor allem in Italien angeschrieben. Der Titel des Newsletters lautet „Innos Times“ und soll Unternehmen Lust auf eine Niederlassung in Osttirol machen. „Die deutsche Fassung ging an rund 600 Betriebe in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol“, sagt Richard Piock. „Die italienische wird an 4500 Unternehmen in den Provinzen Verona, Vicenza, Treviso und in die Region Julisch-Venetien versandt.“ Diese Ausgabe der Innos Times widmet sich der Mechatronik, später soll eine Ausgabe zu Bio-Kosmetik und Heilpflanzen verschickt werden.

Die Innos Times lobt Osttirol als Ort „der Ruhe, gesunder Luft und junger Menschen mit einem angeborenen Gefühl für Qualität“. Sie stellt das Studium der Mechatronik vor, präsentiert das Metallbau-Unternehmen von Markus Trost und listet Fördermöglichkeiten auf. Die Publikation verspricht auch, den optimalen Standort in Osttirol für eine Expansion zu finden – und das für viel weniger Geld als beispielsweise in Südtirol.

Der Newsletter geht an Firmen mit mehr als 100 Mitarbeitern, die Adressen stammen aus Datenbanken oder Kongress-Netzwerken.

„In Italien gibt es für Osttirol das größte Potenzial“, meint Richard Piock. „Besonders in den Provinzen Vicenza und Treviso finden sich viele Mechatronik-Betriebe, die auch sehr innovativ sind.“ In naher Zukunft will die Innos Gmbh bei einer Veranstaltung in einer der beiden Provinzen Osttirol und seine Angebote als Wirtschaftsstandort präsentieren.

Wenn Italien in Zukunft nun so wichtig für Osttirol werden soll, dann wäre die Kenntnis der italienischen Sprache im Bezirk ein Vorteil, oder? „Natürlich“, sagt Piock, „besonders bei Unternehmern, leitenden Mitarbeitern und anderen Entscheidungsträgern.“ Englisch ist nur die zweitbeste Lösung, denn Italiener sprechen es oft nicht allzu gerne.

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Catharina Oblasser

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