Klimaabkommen - New Yorks Bürgermeister: „Dolch, aufs Herz gerichtet“
Washington/New York (APA) - Der von US-Präsident Donald Trump angekündigte Rückzug vom Pariser Klimaabkommen hat auch in den USA für Protest...
Washington/New York (APA) - Der von US-Präsident Donald Trump angekündigte Rückzug vom Pariser Klimaabkommen hat auch in den USA für Protest gesorgt. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio sieht in der Entscheidung laut Kathpress einen „Dolch, direkt auf das Herz gerichtet“. Das Pariser Abkommen sei der größte Fortschritt seit Jahren gewesen. „Wir nehmen die Sache jetzt in die eigenen Hände“, sagte der Demokrat.
Für den Umweltaktivisten und Autor Bill McKibben ist der Rückzug Trumps „eine unglaublich dumme Entscheidung“, die die USA nicht nur unter ihren Verbündeten, sondern in der ganzen Welt isolieren werde: „Es gibt keinen Klimawissenschaftler in der Welt, der seine Argumente für sinnvoll hält.“
US-Think Tanks hatten berechnet, der Rückzug der USA aus den Klimaverpflichtungen werde bis zu drei Milliarden Tonnen zusätzliche CO2-Belastung in der Atmosphäre freisetzen. Umweltschützer befürchten zudem einen Domino-Effekt auf andere Staaten.
Brian Deese, der Ex-Präsident Barack Obama in Klimafragen beriet, meinte, Trump verlasse das Pariser Abkommen zu einer Zeit, da gerade die globalen Regeln umgeschrieben werden. Die Umwelttechnologie sei der „am schnellsten wachsende Sektor unserer Wirtschaft“.