“Historischer Fehler“: Die Welt reagiert auf Trumps Klima-Rückzug
Empörung, Entsetzen, Wut: Die internationalen Stimmen zum von US-Präsident Trump am Donnerstag verkündeten Ausstieg aus dem Pariser Klimaschutzabkommen sind unmissverständlich. Ein Überblick über die Reaktionen von Spitzenpolitikern aus aller Welt.
Washington/Berlin/Paris - Mit viel Pathos hat Donald Trump am Donnerstag den Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen verkündet. Spitzenpolitiker weltweit haben empört reagiert und den US-Präsidenten wegen diesem Schritt scharf kritisiert.
"Allen, denen die Zukunft unseres Planeten wichtig ist, sage ich: Lassen Sie uns gemeinsam den Weg weitergehen, damit wir erfolgreich sind für unsere Mutter Erde." (Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel)
"Diese Regierung schließt sich einer kleinen Handvoll Nationen an, die die Zukunft verleugnen." (Der ehemalige US-Präsident Barack Obama)
"Ein historischer Fehler. Die Welt geht gemeinsam beim Klimawandel voran. Der Rückzug von Paris lässt amerikanische Arbeiter und Familien zurück." (Die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton)
"Beim Klima gibt es keinen Plan B, weil es keinen Planeten B gibt." (Frankreichs Präsident Emmanuel Macron)
"Wir würden es bevorzugen, wenn die Vereinigten Staaten Teil des Abkommens bleiben. Wir stehen zum Pariser Abkommen." (Der australische Regierungschef Malcolm Turnbull)
Trump führt USA aus Pariser Klimaschutzabkommen
Weitere Reaktionen und alle Hintergründe und Fakten zum Ausstieg der Vereinigten Staaten aus dem Klimaschutzabkommen von Paris lesen Sie in unserem News-Blog: http://go.tt.com/trump-tt-blog
"Das ist eine große Enttäuschung, vor allem für die Bürger von gefährdeten Nationen rund um die Welt." (Frank Bainimarama, der Vorsitzende des diesjährigen Weltklima-Gipfels und Ministerpräsident des Pazifik-Staates Fidschi)
"Unser gemeinsames Anliegen als Menschheit muss (...) Vorrang haben. Planet first, Mr. Trump!" (Bundeskanzler Christian Kern)
"Die Premierministerin hat ihre Enttäuschung über die amerikanische Entscheidung ausgedrückt und betont, dass das Vereinigte Königreich weiterhin zu dem Pariser Abkommen stehen wird." (Pressemitteilung des Büros der britischen Premierministerin Theresa May, nachdem May mit Trump telefoniert hatte)
"Die Ankündigung der US-Regierung, sich von dem Abkommen zurückzuziehen, ist bedauerlich." (Der japanische Außenminister Fumio Kishida)
"Wir werden keine Schritte zurück beim Pariser Abkommen machen. Italien steht zur Emissionsreduktion, erneuerbaren Energien, nachhaltiger Entwicklung." (Italiens Regierungschef Paolo Gentiloni auf Twitter)
"Die Entscheidung der Vereinigten Staaten, sich aus dem Pariser Abkommen zurückzuziehen, ist eine große Enttäuschung für weltweite Bemühungen, Treibhausgasemissionen zu reduzieren (...) Das Pariser Abkommen wurde 2015 von allen Ländern der Welt verabschiedet, weil sie den gewaltigen Schaden erkennen, den der Klimawandel bereits verursacht sowie die enorme Gelegenheit, die Klimaschutzmaßnahmen bieten." (Mitteilung UNO-Generalsekretär Antonio Guterres)
"Dass sich die USA vom Paris-Abkommen verabschieden, ist nicht so dramatisch, wie viele glauben, weil China, Indien, Europa, die Afrikanische Union, Japan, Kanada - ja, man kann fast sagen, welches Land auch immer - alle werden ihre Klimaarbeit fortsetzen, und alle werden sich an das Paris-Abkommen halten." (Erik Solheim, Leiter das UNO-Umweltprogramms UNEP)
"Heute zerreißt es denen das Herz, die die Zukunft lieben." (Italiens Ex-Ministerpräsident Matteo Renzi auf Twitter)
"Ich stehe unter Schock." (Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban, bisher Trump-Unterstützer)
"Wenn irgendeine Regierung am globalen Willen und Bedarf dieses Abkommens zweifelt, ist das ein Grund für alle anderen, sich noch stärker zusammenzuschließen." (Bundespräsident Alexander Van der Bellen)
"Es gibt keinen Rückwärtsgang bei der Energiewende. Es gibt keine Abkehr vom Pariser Abkommen." (EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker)
"Dies ist ein trauriger Tag für die Welt. Dänemark steht bereit, den Klimakampf weiter zu führen, um künftige Generationen zu schützen." (Dänemarks Ministerpräsident Lars Lökke Rasmussen auf Twitter)
"Die US-Entscheidung, das Paris-Abkommen aufzugeben, ist eine Entscheidung, die letzte Chance der Menschheit, die Zukunft unserer Kinder auf diesem Planeten zu sichern, aufzugeben." (Schwedens Außenministerin Margot Wallström auf Twitter)
"Sich aus dem Abkommen von Paris zurückzuziehen ist ein Verrat an Mutter Erde." (Boliviens Staatspräsident Evo Morales) (TT.com, APA, dpa)