Westbalkan-Gipfel über Erhaltung der Stabilität in der Region

Ljubljana (APA) - Im slowenischen Brdo bei Kranj treffen am morgigen Samstag die Staatsoberhäupter der Westbalkan-Länder im Rahmen der slowe...

Ljubljana (APA) - Im slowenischen Brdo bei Kranj treffen am morgigen Samstag die Staatsoberhäupter der Westbalkan-Länder im Rahmen der slowenisch-kroatischen Initiative „Brdo-Brijuni-Prozess“ zusammen. Als Gast nimmt an dem jährlichen Gipfel der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier teil. Das Treffen wird im Zeichen der Erhaltung der Stabilität und Fortsetzung von Reformprozessen in der Region stehen.

An dem Treffen nehmen Staatschefs aller Länder aus der Region teil: Aleksandar Vucic (Serbien), Dragan Covic (Bosnien), Gjorge Ivanov (Mazedonien), Hashim Thaci (Kosovo), Bujar Nishani (Albanien) und Filip Vujanovic (Montenegro). Die Gastgeber sind der slowenische Präsident Borut Pahor und seine kroatische Amtskollegin Kolinda Grabar-Kitarovic. Parallel zu dem Treffen der Präsidenten werden auch die Außenminister der Westbalkanländer zusammentreffen.

Laut dem Büro des slowenischen Präsidenten ist es bereits ein Erfolg, dass der Gipfel überhaupt stattfindet, berichtete die Nachrichtenagentur STA. Das Treffen sollte im September in Mazedonien stattfinden, doch als vor eineinhalb Monaten die dortige politische Krise eskalierte, bat Mazedonien, dass man einen anderen Standort findet.

Mazedonien stand wegen der politischen Krise, die mit der Bestellung der Regierung beendet scheint, in der letzten Zeit am meisten im Fokus. Doch die anhaltenden politischen Spannungen verschärfen sich in der ganzen Region. Nach Brexit scheint es auch, dass die EU-Perspektive der Länder in die ferne Zukunft rückt.

Slowenien mahnt zu einer größeren Rolle der EU bei der Lösung von offenen Fragen in der Region, berichtete die STA. Die EU-Erweiterung am Westbalkan sei nämlich eine wichtige politische Frage, die über die reine Erfüllung von Beitrittskriterien hinausreicht.

In einer solchen Situation soll das Treffen das Vertrauen und die Verpflichtung zur Stabilität auf dem Westbalkan stärken. Die Situation in Europa und in der Welt erfordert die Stärkung des politischen Dialogs, Schaffung von Vertrauen und die unverzügliche Lösung von offenen bilateralen und regionalen Fragen, hieß es aus Pahors Büro.