Deutscher Autoabsatz legte im Mai kräftig zu - Diesel rückläufig

Flensburg (APA/dpa-AFX&Reuters) - Die Konsumenten in Deutschland lassen sich von den politischen Unsicherheiten in der Welt nicht vom Kauf e...

Flensburg (APA/dpa-AFX&Reuters) - Die Konsumenten in Deutschland lassen sich von den politischen Unsicherheiten in der Welt nicht vom Kauf eines Neuwagens abschrecken. Im Mai kamen rund 324.000 Pkw neu auf die Straßen, knapp 13 Prozent mehr als vor Jahresfrist, wie das Flensburger Kraftfahrt-Bundesamt am Freitag mitteilte. Der Zuwachs lag allerdings auch an mehr Verkaufstagen in diesem Jahr.

Weiter bergab ging es allerdings für den Dieselantrieb: Von den Neuzulassungen entfielen im Mai lediglich noch 40,4 Prozent auf den Selbstzünder, nach 46,3 Prozent ein Jahr zuvor. Deutliche Zuwächse konnten neue Antriebsarten wie Elektroautos und Mischformen aus E-Antrieben und Verbrennermotoren erzielen - in absoluten Zahlen bleibt der Markt für sie aber nach wie vor klein.

Risiken wie der bevorstehende Austritt Großbritanniens aus der EU oder die Auswirkungen einer neuen US-Handelspolitik hätten für die Verbraucher nach wie vor wenig Relevanz, erklärte Peter Fuß, Autoexperte des Beratungsunternehmens EY. Die gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt und die positiven Konjunkturaussichten überwögen.

Grund für den hohen Anstieg der Neuzulassungen war auch, dass der Mai zwei Arbeitstage mehr hatte. In diesem Jahr fällt Pfingsten in den Juni, im vergangenen Jahr in den Mai. Bereinigt um diesen Effekt legte der Absatz um 8 Prozent zu.

Seit Jahresbeginn kletterte der Pkw-Absatz um knapp 5 Prozent auf rund 1,46 Millionen Fahrzeuge. Von der guten Kauflaune profitierten im vergangenen Monat nahezu alle Hersteller. Am stärksten legte Mercedes zu, deren Absatz um mehr als ein Viertel stieg. VW schlug 8,8 Prozent mehr Fahrzeuge los, bei BMW lag das Plus bei 6,9 Prozent. Lediglich bei Audi fiel der Zuwachs mit 1,4 Prozent mager aus.