Unesco will untergegangene Maya-Stätten in Guatemala erforschen

Guatemala-Stadt/Paris (APA/dpa) - Auf dem Grund des Atitlán-Sees in Guatemala liegt das Maya-Dorf Samabaj. Die Unesco will nun die Überreste...

Guatemala-Stadt/Paris (APA/dpa) - Auf dem Grund des Atitlán-Sees in Guatemala liegt das Maya-Dorf Samabaj. Die Unesco will nun die Überreste von Häusern und religiösen Stätten im tiefsten See Mittelamerikas erforschen. Die Mission werde ihre Arbeit im Herbst aufnehmen und von der Archäologin María Helena Barba Meinecke vom mexikanischen Institut für Anthropologie und Geschichte geleitet, teilte die Unesco am Freitag mit.

Die Finanzierung übernimmt Spanien. Offenbar war die Siedlung einst auf einer Insel errichtet worden, die möglicherweise durch einen Vulkanausbruch untergegangen war.

Die Maya-Kultur erstreckte sich über das heutige Südmexiko, Guatemala, Belize, Honduras und El Salvador und hatte ihre Hochzeit zwischen 500 und 700 nach Christus. Die Maya errichteten mächtige Reiche und entwickelten eine Schrift aus etwa 1.500 Hieroglyphen. Die Ruinenstädte Palenque und Chichén Itzá in Mexiko sowie Tikal in Guatemala sind wichtige Touristenziele. Die Nachkommen der Maya leben noch heute in der Region.

~ WEB http://www.unesco.org/new/en/ ~ APA425 2017-06-02/17:02