Iran klopft bei russischem Handelsbündnis an

Teheran/Moskau (APA/Reuters) - Der Iran will seine wirtschaftlichen Beziehungen zu Russland ausbauen. Der Staatssender Press TV berichtete a...

Teheran/Moskau (APA/Reuters) - Der Iran will seine wirtschaftlichen Beziehungen zu Russland ausbauen. Der Staatssender Press TV berichtete am Freitag, die Islamische Republik strebe ein Freihandelsabkommen mit der von Russland dominierten Eurasischen Wirtschaftsunion (EEU) an.

Eine solche Vereinbarung wäre ein wichtiger Schritt, um dem Bündnis später beitreten zu können. Der 2015 gegründeten EEU gehören neben Russland auch Armenien, Weißrussland, Kasachstan und Kirgisistan an.

Die iranische Wirtschaft erholt sich nur langsam von inzwischen aufgehobenen westlichen Sanktionen wegen des Atomprogramms. Viele ausländische Investoren halten sich noch mit Engagements in dem ölreichen Land zurück. Sie fürchten, dass sie damit weiterhin bestehende US-Sanktionen verletzen und deswegen bestraft werden könnten.

Politisch haben sich der Iran und Russland in den vergangenen Jahren bereits angenähert. Beide unterstützen im syrischen Bürgerkrieg den Präsidenten Baschar al-Assad. Irans Erzrivale Saudi-Arabien und den USA sind die Verbindungen ein Dorn im Auge.