Schwaz

Schwazer Birnbaumallee ist um acht Bäume kleiner

Die Birnbaumallee ist um acht Bäume ärmer (Archivbild).
© Dähling

Schwaz – Am Freitagnachmittag ging plötzlich alles ganz schnell. Denn da nahm die Bezirkshauptmannschaft die Birnbaumallee in der Dr.-Körner...

Schwaz – Am Freitagnachmittag ging plötzlich alles ganz schnell. Denn da nahm die Bezirkshauptmannschaft die Birnbaumallee in der Dr.-Körner-Straße unter die Lupe: Markus Gasser, Leiter der Umweltabteilung in der Bezirkshauptmannschaft, mit dem Sachverständigen und Baumexperten Manfred Putz. An ihrer Seite: Bürgermeister Hans Lintner und Stadtbaumeister Gernot Kirchmair.

Wie viele der 24 als Naturmal deklarierten Bäume diese Begutachtung überstehen würden, beschäftigte seit Tagen viele Schwazer. Am späten Freitagnachmittag stand dann fest: Acht Bäume müssen gefällt werden. „Und zwar sofort, denn es ist Gefahr in Verzug“, wie Bürgermeister Hans Lintner (VP) betonte. Da die Behörde die acht Bäume aus dem Schutz als Naturmal herausnahm, gab Lintner noch am Freitag die sofortige Fällung in Auftrag. „Damit wir über Pfingsten Ruhe haben“, wie er sagte.

Zuvor hatte Lintner den Anrainern ein Schreiben schicken lassen, um für Aufklärung zu sorgen. Und in dem er die Presseinfo aus dem Rathaus, wonach wegen der geplanten Fällung von allen 24 Birnbäumen 24 neue Bäume im gesamten Stadtgebiet nachgepflanzt werden, verifizierte: „Die Bäume sollen im gleichen Bereich, also in der Dr.-Körner-Straße, nachgepflanzt werden.“ Laut BM Lintner habe jener Gutachter, der für die Wohnbaufirma Hörhager die Bäume unter die Lupe nahm, eine Fällung der ganzen Allee aus Sicherheitsgründen empfohlen. „Deshalb habe ich bei Sturm und Hochwetter die Allee letzte Woche mehrfach sperren lassen. Denn wenn etwas passiert, werde ich persönlich haftbar gemacht“, betonte Lintner neuerlich mit Verweis auf diesbezügliche Gerichtsurteile.

GR Hermann Weratschnig (Grüne) hat inzwischen das von der Firma Hörhager in Auftrag gegebene Baumgutachten vorliegen. „Und auch daraus geht hervor, dass es keine Totalfällung der Allee braucht“, behauptet Weratschnig. Was sich jetzt bewahrheitet hat. „Die acht Birn­bäume werden nachgepflanzt. Die Alle­e bleibt somit erhalten“, sagt Lintner. (ad)

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