Mattis verurteilt Pekings Vorgehen im Südchinesischem Meer

Singapur/Washington (APA/AFP) - US-Verteidigungsminister Jim Mattis hat Chinas Politik im Territorialstreit um das Südchinesische Meer schar...

Singapur/Washington (APA/AFP) - US-Verteidigungsminister Jim Mattis hat Chinas Politik im Territorialstreit um das Südchinesische Meer scharf kritisiert. Die „Militarisierung“ von Inseln in internationalen Gewässern gefährde die regionale Stabilität, sagte Mattis am Samstag bei einer Sicherheitskonferenz in Singapur. Er warf Peking Verstöße gegen das internationalen Recht und „die Missachtung der Interessen anderer Staaten“ vor.

Im Gebiet der von mehreren asiatischen Ländern beanspruchten Südchinesischen Meer lässt China schon seit längerem künstliche Inseln aufschütten. Die USA werfen Peking vor, dort vor allem militärisch nutzbare Einrichtungen wie Landepisten, Radartürme, Bunker und Geschützstellungen anzulegen.

Bei dem sogenannten Shangri-La-Dialog hob Mattis zugleich die Bereitschaft Chinas hervor, sich für ein Ende des nordkoreanischen Atomprogramms einzusetzen. Pjöngjangs Politik sei „eine Bedrohung für uns alle“, sagte er. Die internationale Gemeinschaft müsse daher zusammenarbeiten, um diese Gefahr zu bannen. Die US-Regierung setzt in dem Konflikt auf die Mitwirkung Chinas, das als Verbündeter der Regierung in Pjöngjang gilt.

Nordkorea setzt sich immer wieder über Verbote des UN-Sicherheitsrats hinweg und testet Raketen und Atombomben. Zuletzt feuerte Pjöngjang in der Nacht auf Montag eine Kurzstreckenrakete in Richtung Japan ab. Es war bereits der dritte Raketentest in drei Wochen und der zwölfte in diesem Jahr.