Japan befürwortet US-Nordkorea-Politik mit Option auf Militärschlag
Tokio/Singapur (APA/Reuters) - Nach der jüngsten Serie nordkoreanischer Raketentests hat sich Japan hinter die Politik der USA mit der Mögli...
Tokio/Singapur (APA/Reuters) - Nach der jüngsten Serie nordkoreanischer Raketentests hat sich Japan hinter die Politik der USA mit der Möglichkeit eines Militärschlags gestellt. „Die USA machen mit Worten und Taten deutlich, dass alle Optionen auf dem Tisch liegen“, sagte die japanische Verteidigungsministerin Tomomi Inada am Samstag auf einer Asien-Sicherheitskonferenz in Singapur.
Sie unterstütze diese US-Position nachdrücklich. Die Ministerin betonte zudem, die Tokioter Regierung wolle ihre langjährige Allianz mit den USA vertiefen, die in Asien zu Frieden und Stabilität beitrage. Das Militärbündnis beider Länder solle seinen Einfluss auch über Nordkorea hinaus geltend machen - unter anderem im Südchinesischen Meer.
In dieser Region schwelt seit Jahren ein Streit um Hoheitsrechte. China beansprucht einen großen Teil des Gebiets für sich und hat mit seiner dort wachsenden Militärpräsenz nicht zuletzt in Japan und den USA für Unmut gesorgt. US-Verteidigungsminister Jim Mattis sagte am Samstag, die Washingtoner Regierung werde China im Südchinesischen Meer weiter die Stirn bieten. Daran änderten auch die Bemühungen der USA nichts, die Volksrepublik zu einer engeren Kooperation im Konflikt um das nordkoreanische Raketen- und Atomprogramm zu bringen. Am Freitag hatte der UN-Sicherheitsrat die Sanktionen gegen Nordkorea ausgeweitet.