Zum Tod von Dirigent Jeffrey Tate: Staatsoper trauert

Wien (APA) - Die Wiener Staatsoper trauert um den englischen Dirigenten Jeffrey Tate, der am Freitag 74-jährig gestorben ist. „Er war für mi...

Wien (APA) - Die Wiener Staatsoper trauert um den englischen Dirigenten Jeffrey Tate, der am Freitag 74-jährig gestorben ist. „Er war für mich stets ein sehr wissender und einfühlsamer Dirigent, nicht nur, aber vor allem im ‚deutschen Fach‘“, erklärte Staatsoperndirektor Dominique Meyer in einer Aussendung. „Wir werden ihn als großen Musiker und besonders liebenswürdigen Menschen in Erinnerung behalten.“

Tate, der im Laufe seiner jahrzehntelangen Dirigentenkarriere an den wichtigsten Opernhäusern und Konzertsälen der Welt gastierte, gab sein spätes Debüt am Pult der Wiener Staatsoper am 7. September 2011 mit „Ariadne auf Naxos“. 2013 folgten Vorstellungen von „Der Rosenkavalier“ und 2014 der komplette „Ring des Nibelungen“. Als er - von seiner Krankheit stark gezeichnet - den Ring an der Staatsoper leitete, „sagte er mir, es sei ein Lebenstraum für ihn in Erfüllung gegangen“, erinnerte sich Meyer. Sein 15. und zugleich letztes Dirigat an der Staatsoper war die „Götterdämmerung“ am 8. Juni 2014. Den zweiten geplanten Ring-Zyklus musste er aus Krankheitsgründen absagen.