UPC Tirol Liga

Völs gelang der Befreiungsschlag

Kampf im Tabellenkeller: Völs (Degenhard Angerer, l.) blieb gegen alle Ebbser Angriffe (Fabian Haselsberger) standhaft.
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Mit dem Auswärtssieg in Ebbs machte Völs einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt – Fügen braucht dagegen ein Wunder, um nicht abzusteigen.

Von Alois Moser

Ebbs –Lange blieb der Abstiegskampf in der UPC Tirol Liga extrem spannend, zeitweise befand sich mehr als die Hälfte der Mannschaften zumindest gefühlt im Abstiegskampf. Nach und nach schafften es einige Teams, aus dem Keller nach oben zu klettern. Neben Fixabsteiger Ebbs rittern nun nur noch Fügen und Völs um den rettenden 14. Tabellenplatz. Und seit gestern haben die Völser im Poker um den Klassenerhalt alle Trümpfe in der Hand.

„Das war ein sehr wichtiger Schritt Richtung Klassen­erhalt, jetzt schaut es super aus“, blieb Roland Ortner, seines Zeichens Feuerwehrmann auf der Völser Trainerbank, gelassen: „Mit einem weiteren Sieg ist alles erledigt.“

Die Partie in Ebbs sei zu Beginn der erwartet schwere Gang gewesen: „Wir hatten teilweise Angst vor dem Gewinnen, ist mir vorgekommen.“ Nach zwei Toren in der ersten Hälfte („Der erste Treffer war ein wunderschöner Freistoßtreffer von Andreas Probst ins Kreuzeck“) sei das Spiel allerdings entschieden gewesen. Spannung kam auch durch den späten Anschlusstreffer der Hausherren nicht mehr auf: „Von Ebbs kam bis auf das eine Tor gar nichts.“

Vor den zwei verbleibenden Heimspielen (Union, Telfs) ist Ortner nicht bange: „Das war heute sicher das schwerst­e Spiel.“ Dabei mussten die Völser in Ebbs sogar auf Angreifer Mario Lanziner verzichten, der das wichtige Spiel wegen einer noch wichtigeren Privatangelegenheit versäumte: „Seine Frau liegt in den Wehen, da habe ich ihm gesagt, bitte bleib daheim.“ Bis Redaktionsschluss ließ die zweite Völser Erfolgsmeldung des Tages aber auf sich warten, wie Ortner schmunzelte: „Wenn alles gut geht bei der Geburt, haben wir den Nichtabstieg gefühlt schon so gut wie geschafft.“

Der Völser Freud ist der Fügener Leid: Durch die Niederlage in Kirchbichl und den Sieg von Völs liegen die Zillertaler zwei Runden vor Schluss nun vier Punkte hinter dem Nichtabstiegsplatz. Neben Siegen daheim gegen den SVI und in Kematen muss Fügen auch auf einen Ausrutscher von Völs hoffen ...