Söll hat noch viel zu bieten
Die Dorfmitte beleben – das war ein zentrales Thema bei der Podiumsdiskussion zum Auftakt der 800-Jahr-Feierlichkeiten.
Von Michael Mader
Söll –„Wir haben uns die Aufgabe gestellt, für Söll das Beste herauszuholen und den Ortskern zu beleben“, erklärte Bürgermeister Alois Horngacher vergangenen Freitag zu Beginn der Podiumsdiskussion unter der Moderation von TT-Lokalchef Manfred Mitterwachauer.
Zusammen mit Vizebürgermeister Wolfgang Knabl, TVB-Vorstand Alexander Edinger und dem Bürgerbeteiligungsexperten Rainer Krismer wurde der Bevölkerung von den vorangegangenen Workshops berichtet. Es gebe zwar noch kein konkretes Projekt, aber die Gemeinde könne laut Horngacher über ein Areal von rund 6500 Quadratmetern verfügen. Unter dem Titel „Unsre Dorfmittn“ soll etwas entstehen, das auch von der Bevölkerung mitgetragen werde.
In Söll gebe es eine gute Grundlage, Entscheidungen treffen zu können, meinte Krismer: „Die Projektgruppe beinhaltet alle vier Hauptgruppen: Gemeinde, Tourismus, Landwirtschaft und Bergbahnen. Hier ergibt sich eine große Schlagkraft.“
Nach zwei Juli-Sitzungen sollen im Spätherbst konkrete Projekte den Bürgern präsentiert werden, die sich dann laut Krismer dazu äußern können.
Die Dorfmitte sei nach wie vor eine Begegnungszone, aber sie habe schon gelitten, merkte Edinger kritisch an: „Wir verlieren Geschäftsflächen und finden keine Unternehmer mehr, die ein Risiko eingehen wollen. Da hilft uns ein Neustart.“ In Söll gab es in den vergangenen fünf Jahren einen Nächtigungszuwachs von 25 Prozent auf derzeit 570.000 Nächtigungen im Jahr. Man wolle eine Premiumregion werden, deshalb wäre sein Wunsch, Qualität vor Quantität zu setzen.
Vizebürgermeister Wolfgang Knabl konnte als Zuständiger berichten, dass Söll auf dem Weg zur familienfreundlichen Gemeinde ist: „Der Istzustand ergab, dass bereits mehr als 60 Angebote in Söll als familienfreundlich erachtet worden sind und auch die Rückmeldungen der Bürger waren sehr hoch und gut.“ Jetzt muss der Gemeinderat verschiedene Maßnahmen zur familienfreundlichen Gemeinde umsetzen.